ATUS Beratung zur Radschnellverbindung Weinheim – Mannheim

Politik  /   /  By Thomas

In seiner Sitzug vom 2.10.2019 befasste sich der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS) des Gemeinderates der Stadt Weinheim mit einer Vorlage zur Radschnellverbindung nach Mannheim. Während sich CDU und SPD für die Variante „Viernheimer Gleis“ aussprachen, stimmten GAL, FW, Linke und FDP für die Streckenführung entlang der OEG-Linie. Während die Befürworter der OEG-Strecke eine bessere Anbindung der Weststadtbewohner in den Vordergrund stellten, verwiesen die Anhänger der Strecke „Viernheimer Gleis“ u.a. auf eine bessere Anbindung der südlichen Stadtteile und Nachbargemeinden sowie weniger Konflikte mit Anwohnern und anderen Verkehrsteilnehmern.

Anstelle eines echten RadschnellWEGs (RSW) erhalten wir damit im Weinheimer Stadtgebiet „nur“ eine RadschnellVERBINDUNG (RSV). Der Unterschied ist keineswegs nur semantischer Natur. Vielmehr zeichnet sich ein echter RSW durch eine bessere Ausstattung (z.B. Breite, Kreuzungsfreiheit, Beschilderung) und höhere Bezuschussung durch Land und Bund aus.

Persönlich überwiegt meine Freude über diese Investition in die Radinfrastruktur bei weitem den Ärger über die verlorene Abstimmung – so ist Demokratie. Aber ich hoffe, dass es sich nicht um einen Pyrrhussieg handelt. Spätestens wenn bei der Detailplanung klar wird, wieviele Parkplätze wegfallen werden, wird die öffentliche Diskussion hohe Wellen schlagen.

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