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Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Kurpfalz“, Volkshochschule Weinheim, 14. Mai 2025, Weinheim

Kurzfassung

Der Vortrag betrachtet den Rhein-Neckar-Raum aus geographischer Sicht und gibt einen kurzen historischen Überblick über die territoriale Entwicklung von der historischen Kurpfalz zur heutigen Metropolregion Rhein-Neckar, die in diesem Jahr ihr 20jähriges Jubiläum feiert. Schwerpunkt ist die Entwicklung seit dem Ende des 2. Weltkriegs. Ausgehend von den verschiedenen Ansätzen zur Neugliederung des Bundesgebietes bzw. der Bundesländer wird erläutert, welche Zwischenschritte zur heutigen Organisation der Raumplanung und Regionalentwicklung geführt und welche Akteure diese Entwicklung geprägt haben. Weiterhin wird die gegenwärtige raum- und regionalplanerische Arbeit des Verbands Metropolregion Rhein-Neckar erläutert, die vielen Menschen unbekannt sein dürfte, obwohl sie das tägliche Leben in unserer Region maßgeblich mitbestimmt.

Vortragsfolien

Literatur

  • BECKER-MARX, K. (1981): Überwindung der Landesgrenzen durch interkommunale Kooperation. Die Entstehung des Raumordnungsverbandes Rhein-Neckar. In: DÖRRER, I. (Hg.): Mannheim und der Rhein-Neckar-Raum. Festschrift zum 43. Deutschen Geographentag in Mannheim 1981. Mannheimer Geographische Arbeiten 10, Mannheim, 253-269
  • BECKER-Marx, K. / SCHMITZ, G. / FISCHER, K. (1999): Aufbau einer Region – Raumordnung an Rhein und Neckar, Schwetzungen
  • HOFFEND, A. (2005): Politik ohne Grenzen. Hermann Heimerich, Motor und Mentor der Metropolregion Rhein-Neckar, Weinheim
  • Kommunale Arbeitsgemeinschaft  Rhein-Neckar (1962): Regionaler Raumordnungsplan Rhein-Neckar, Mannheim
  • KRAUSS, M. (2011): Wachstum und Verflechtung – Aspekte der demographischen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung im Rhein-Neckar-Raum (1870-1970). In: KRAUSS, M./NIESS, U. (Hg.): Stadt, Land, Heimat. Beiträge zur Geschichte der Metropolregion Rhein-Neckar im Industriezeitalter, Ubstadt-Weiher, 11-24
  • LESER, H. (1984): Geographisch-landeskundliche Erläuterungen der Topographischen Karte 1: 100000 des Raumordnungsverbandes Rhein-Neckar. Forschungen zur Deutschen Landeskunde 221, Trier
  • MATZ, K.-J. (1997): Der Rhein-Neckar-Raum in der deutschen Neugliederungsdiskussion seit 1919. In: SCHWEIKERT, A. (Hg.): Kurpfalz. Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs 25, Stuttgart, 240-257
  • Raumordnungsverband Rhein-Neckar (1991): Kurt Becker-Marx – Themen. Festgabe zum 70. Geburtstag, Mannheim
  • RESCHKE, H. (1981): Der Rhein-Neckar-Raum und der Föderalismus. In: DÖRRER, I. (Hg.): Mannheim und der Rhein-Neckar-Raum. Festschrift zum 43. Deutschen Geographentag in Mannheim 1981. Mannheimer Geographische Arbeiten 10, Mannheim, 245-251
  • SAILER-FLIEGE, U. (1997): Natur- und Wirtschaftsraum. In: SCHWEIKERT, A. (Hg.): Kurpfalz. Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs 25, Stuttgart, 120-140
  • SCHAAB, M. (1972): Die territoriale Entwicklung der Kurpfalz von 1156 bis 1792. Historischer Atlas von Baden-Württemberg. Stuttgart, Lfg. 1, Kt. 6.3
  • SCHÄCHTER, T. (2010): Die Metropolregion Rhein-Neckar. Modellregion für kooperativen Föderalismus. Von der Utopie zur Realität, Weinheim
  • SCHMITZ, G. (1981): Planungs- und Entwicklungsziele für den Rhein-Neckar-Raum. In: DÖRRER, I. (Hg.): Mannheim und der Rhein-Neckar-Raum. Festschrift zum 43. Deutschen Geographentag in Mannheim 1981. Mannheimer Geographische Arbeiten 10, Mannheim, 271-286
  • Verkehrsverbund Rhein-Neckar (Hg.) (2004): An einem Strang. Eisenbahngeschichte im Rhein-Neckar-Dreieck, Mannheim

 

In seiner Sitzug vom 2.10.2019 befasste sich der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS) des Gemeinderates der Stadt Weinheim mit einer Vorlage zur Radschnellverbindung nach Mannheim. Während sich CDU und SPD für die Variante “Viernheimer Gleis” aussprachen, stimmten GAL, FW, Linke und FDP für die Streckenführung entlang der OEG-Linie. Während die Befürworter der OEG-Strecke eine bessere Anbindung der Weststadtbewohner in den Vordergrund stellten, verwiesen die Anhänger der Strecke “Viernheimer Gleis” u.a. auf eine bessere Anbindung der südlichen Stadtteile und Nachbargemeinden sowie weniger Konflikte mit Anwohnern und anderen Verkehrsteilnehmern.

Anstelle eines echten RadschnellWEGs (RSW) erhalten wir damit im Weinheimer Stadtgebiet “nur” eine RadschnellVERBINDUNG (RSV). Der Unterschied ist keineswegs nur semantischer Natur. Vielmehr zeichnet sich ein echter RSW durch eine bessere Ausstattung (z.B. Breite, Kreuzungsfreiheit, Beschilderung) und höhere Bezuschussung durch Land und Bund aus.

Persönlich überwiegt meine Freude über diese Investition in die Radinfrastruktur bei weitem den Ärger über die verlorene Abstimmung – so ist Demokratie. Aber ich hoffe, dass es sich nicht um einen Pyrrhussieg handelt. Spätestens wenn bei der Detailplanung klar wird, wieviele Parkplätze wegfallen werden, wird die öffentliche Diskussion hohe Wellen schlagen.

Weiterführende Links:

 

Kurzbeschreibung

Ziel des Projekts war die Förderung eines nachhaltigkeitsorientierten regionalen Stoffstrommanagements durch den Aufbau eines hierfür geeigneten Instrumentariums, das in enger Kooperation mit Vertretern aus der industriellen Praxis entwickelt, bzw. auf den Vorarbeiten des Projektes „Stoffstrommanagement Rhein-Neckar“ weiterentwickelt wurde. Im Zentrum standen dabei:

  • die Weiterentwicklung der Abfallmanagementsoftware zur sachgerechten, effizienten und dauerhaften Befriedigung quantitativer Informationsbedürfnisse des Betriebs (IUWA Abfallmanager).
    • Gewährleistung quantitativer Datengrundlagen für das betrieblicheAbfallmanagement vor dem Hintergrund ökonomischer, ökologischer und legislativer Rahmenbedingungen)
    • Ermöglichung einer EDV-technischen Auswertung dieser Daten für behördlich geforderte Abfallbilanzen, Zertifizierungen oder firmeninterne Berichte per Knopfdruck
  • die Anpassung und faktische Inbetriebnahme des in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim konzipierten Abfallanalyzers zur Ermöglichung eines überbetrieblichen Benchmarking und anderer Koordinationseffekte.
    • Ermöglichung zwischenbetrieblicher Informationstransparenz auf der Basis von Abfallmanagerdaten zur Erkennung aktueller Schwachstellen und entsprechender Nachoptimierung des betrieblichen Abfallmanagements
  • die Entwicklung einer sachgerechten Abfallinformationsdatenbank zur Befriedigung des betrieblichen Bedarfs an qualitativen Daten zum Umgang mit Industrieabfällen.
    • Gewährleistung einer umfassenden Versorgung mit qualitativen Informationen zum Umgang mit Industrieabfällen (Verminderungs-, Substitutions- oder Vermeidungsmöglichkeiten, Entsorgungssicherheit, Entsorgerchecks, neue Entsorgungsverfahren und deren Bewertung, u.a.m.)
  • der weitere Auf- und Ausbau eines geeigneten Kommunikationsnetzwerks zur gegenseitigen Information und Diskussion aktueller Fragestellungen sowie zur Personifizierung zwischenbetrieblichen Vertrauens als Voraussetzung für einen zwischenbetrieblichen Stoff- und Informationstransfer.
    • Möglichst weitgehende Ausschöpfung der durch zwischenbetrieblichen Austausch erschließbaren Potenziale für ein ökonomisch, ökologisch und sozial verbessertes Management abfallstofflicher Ströme im Industriebetrieb
  • die Verbesserung und der Schutz des zwischenbetrieblichen Informationstransfers durch den Aufbau eines Intranets für die Mitglieder des o.g. Stoffstrommanagement-Arbeitskreises.
    • Geschützter und autonomer Zugriff auf gemeinsam erarbeitete und aktualisierte Informationsgrundlagen für die im Netzwerk organisierten Akteure.
  • die bedarfsgerechte Einrichtung von Abfall- und Gebrauchtwarenbörsenmodulen sowie die gemeinsame Erschließung weiterer nachhaltigkeitsfördernder Synergien

Auftraggeber und Bearbeitungszeitraum

Bundesministerium für Bildung und Forschung, 07/2002-11/2006

Weitere Informationen

Projektveröffentlichungen

Projektbeschreibung

Im Auftrag des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim wurde am Geographischen Institut der Universität Mannheim eine Studie zum Wohnflächenpotential im Verbandsgebiet durchgeführt. Ziel der Untersuchung war die Ermittlung potentieller Wohnbauflächen, die Bewertung der ermittelten Flächen hinsichtlich ihrer Integrierbarkeit in bestehende Siedlungsteile sowie der Aufbau eines fortschreibbaren Informationssystems, das der Planung als Entscheidungsgrundlage dienen soll.

Kurzbeschreibung

Kartenserie mit 13 Radtouren durch die Rhein-Neckar-Region im Auftrag der m:con Mannheimer Kongress und Touristik GmbH.

STERR, Thomas / OTT, Thomas (2002): Instruments for the promotion of a sustainability oriented management of waste by inter-industrial coordination within an industrial region. In: European Regional Science Association (Ed.): From Industry to Advanced Services – Perspectives of European Metropolitan Regions, ERSA 2002, Dortmund, Congress CD-ROM

Kurzfassung

The raise of material efficiency is of special importance in the provision of solutions for a more sustainable path of development. One of the main approaches in this direction is the resource saving closure of material circulations among industrial actors. This means at least: maximum rate of recycling combined with a minimum in downgrading processes and spatially close output-input relations – or, in other words: a substantial reduction of social, entropic and spatial distance within the circle-closing process. How can these distances be reduced in order to promote the further spreading of an industrial closed circle economy? What are the present obstacles in the industrial reality and how can they be removed on the level of a firm, an industrial district or an industrial region? These were important questions at the beginning of a research process funded by the Federal Ministry of Education, Science, Research and Technology (BMBF) in order to encourage eco-industrial development in the of Rhine-Neckar region. Taking the results of our close cooperation especially with SME, the problem solving capacity of this industrial region is high enough to close the circles for industrial residues regionally. The dimension of an industrial agglomeration with more than 1,5 million inhabitants could thus already be regarded as a potential output-input system for industrial waste. Nevertheless this capacity is far from being exploited. Taken the fact, that the largest deficiencies were found in the informational situation of SME, two kinds of instruments were developed to facilitate the acquisition and the advantageous usage of waste information by inter-industrial coordination on the level of the industrial region. As informational basis the project coordinators developed a comprehensive, clear and systematic informational structure. A socalled ‘AGUM waste manager’ was developed as a software tool, that meets all the needs not only for internal information and communication but also for exchanges with potentially fitting output-input partners outside the border of the enterprise. As information on the composition of a certain waste is relatively scarce, the transfer of materials goes together with substantial costs for control, that can only be diminished or substituted by mutual confidence between the two actors. And even a pure informational exchange of waste manager-data between different enterprises would hardly work without a face-to-face contact. Our transparency-guided approach to promote regional sustainability did thus include the development and institutionalisation of an inter-industrial network, that first of all incorporates industrial producers (especially SME) but also other actors, that stand for the problem solving capacity of the region (i.e. universities, political administrations and other institutions) and can thus contribute to the identification and implementation of sustainable-oriented solutions in a regional context.

Volltext

OTT, Thomas / STERR, Thomas (2000): GIS-basierte Optimierung zwischenbetrieblicher Stoffströme im Rhein-Neckar-Raum. In: CREMERS, A. B. / GREVE, K. (Eds.): Umweltinformatik ‘ 00 / Computer Science for Environmental Protection ‘ 00. Umweltinformation für Planung, Politik und Öffentlichkeit / Environmental Information for Planung, Politics and the Public. Umweltinformatik aktuell 26, Marburg: Metropolis, 543-554

Kurzfassung

Der Beitrag erläutert die Konzeption und Realisierung verschiedener Softwarekomponenten zur Optimierung der Stoff- und Abfallströme von und zwischen kleinen und mittleren Industriebetrieben im Rhein-Neckar-Raum. Es handelt sich um Ergebnisse eines Pilotprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (bmb+f) im Rahmen der Förderinitiative “Modellprojekte für nachhaltiges Wirtschaften – Innovative Ansätze zur Stärkung der regionalen Ökonomie.” Das Zusammenspiel der Softwarekomponenten erlaubt einerseits eine produkt- und prozessbasierte Analyse und Bilanzierung umwelt- und kostenrelevanter Faktoren und stellt andererseits eine Inter- bzw. Intranetbasierte Kommunikations- und Datentransferplattform zwischen den beteiligten Unternehmen, aber auch mit externen Akteuren (z.B. Entsorgungswirtschaft), zur Verfügung.

Volltext

 

Kurzbeschreibung

Zentrales Ziel des Projektes war die nachhaltigkeitsorientierte Schließung von Stoffkreisläufen in der Wirtschaftsregion Rhein-Neckar unter ökonomischen Bedingungen. Dazu wurden zum einen firmen- und stoffspezifische Detailuntersuchungen durchgeführt, zum anderen aber auch Kommunikationsnetzwerke und EDV-Instrumente entwickelt. Zur Visualisierung und Analyse von Stoff- und Verkehrsströmen im Untersuchungsgebiet wurde ein Geographisches Informationssystem aufgebaut, das den Wirtschaftsraum Rhein-Neckar in seiner räumlichen Dimension EDV-technisch erfasst sowie die Raumüberwindungskosten sichtbar und berechenbar macht.

Auftraggeber und Bearbeitungszeitraum

Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderinitiative Modellprojekte für Nachhaltiges Wirtschaften, 01/1999-12/2001

Weitere Informationen

Projektveröffentlichungen

Kurzbeschreibung

Die BASF betreibt auf einer Halbinsel südlich von Speyer eine Deponie für Bauschutt und Betriebsabfälle. Über die Auswertung historischer Transport- und Wiegedokumente sowie die Auswertung von Plänen und Luftbildern entstand ein kartographisches Auskunftssystem, mit dessen Hilfe sich der zeitliche Ablauf der Befüllung abfragen läßt.

Auftraggeber und Bearbeitungszeitraum

BASF AG, 01/1988-03/1988

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