Biographie

Ich wurde 1966 in Speyer geboren, bin verheiratet und habe vier Kinder. Nach der Schulzeit in Ludwigshafen und dem Wehrdienst als Fernschreibsoldat in Kastellaun (Hunsrück) studierte ich zwischen 1987 und 1993 Angewandte Geographie (Diplom) an der Universität Mannheim. Über mehrere Praktika und Jobs in Behörden und Firmen sowie der Mitarbeit in Auftragsprojekten des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeographie konnte ich meine IT- und Programmierkenntnisse speziell im damals neu entstehenden Bereich der Geographischen Informationssysteme (GIS) anwenden und vertiefen. Ich bin Gründungsmitglied des Arbeitskreises GIS der Deutschen Gesellschaft für Geographie und des Geoinformationsnetzwerk der Metropolregion Rhein-Neckar (GeoNet.MRN).

Den Sommer 1992 verbrachte ich über das Werksstudentenprogramm der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft in Vancouver, British Columbia, wo ich in der Bibliothek der Kinsmen Foundation am Aufbau des elektronischen Kataloges beteiligt war. Eine fünfwöchige Reise von der West- an die Ostküste schloss sich an.

Im Rahmen meiner Diplomarbeit entwickelte ich ein Geographisches Informationssystem zur Analyse regionaler Entwicklungsunterschiede in der Europäischen Union. Von 1993 bis 1997 war ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie der Pädagogischen Hochschule (heutigen Universität) Erfurt tätig. In meiner Dissertation untersuchte ich, eingebunden in die Forschungsprogramme der Kommission zur Erforschung des sozialen und wirtschaftlichen Wandels in den Neuen Bundesländern (KSPW), die Stadtentwicklung Erfurts im Wandel von der „sozialistischen“ zur „kapitalistischen“ Stadt.

Mit Fertigstellung der Dissertation kehrte ich 1997 als Dozent an das Geographische Institut der Universität Mannheim zurück, wo ich bis 2008 als Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie beschäftigt war. Als Gegenstand meines unvollendet gebliebenen Habilitationsprojektes hatte ich einen Vergleich der Stadtentwicklungsprozesse in den USA und Kanada am Beispiel der benachbarten Städte Vancouver und Seattle gewählt. In diesem Rahmen habe ich mehrmonatige Forschungsaufenthalte an der University of British Columbia und der University of Washington verbracht und mehrere wissenschaftliche Exkursionen in den Westen Kanadas und den Pazifischen Nordwesten der USA geleitet.

Neben der Stadt- und Bevölkerungsgeographie war das „nachhaltigkeitsorientierte Stoffstrommanagement“ in der Rhein-Neckar-Region ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit. 2004 habe ich aus diesem Forschungsprojekt heraus zusammen mit vier Kollegen die IUWA GmbH in Heidelberg gegründet, für die ich bis 2009 als Geschäftsführer verantwortlich zeichnete. Eines unserer Produkte, der IUWA Abfallmanager, wurde 2004 mit dem DoIT Software-Award des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Nach dem Ende meiner universitären Karriere 2008 war ich bis 2016 selbständig mit meiner Firma OAGIS tätig. Von Weinheim aus erbrachte und programmierte ich für meine Kunden Dienstleistungen und Software in den Bereichen Geoinformatik (GIS, Geomarketing), Kartographie, Business Intelligence und eCommerce. Neben vielen kleineren Aufträgen und Beratungsprojekten, die mich u.a. nach Südkorea, Vietnam und Burkina Faso führten, war ich sechseinhalb Jahre als Consultant im Online Marketing der SAP AG und zwei Jahre im eBusiness-Team der Life Science-Sparte der Merck KGaA tätig. Zum Jahresbeginn 2017 habe ich dort eine Festanstellung als Senior Data Analyst angenommen.

Schon während der Zeit meiner universitären Tätigkeit wurde mir klar, dass eine von vielen Wissenschaftlern praktizierte reine Beobachter- oder Kommentatorenrolle, die Gesellschaft nicht weiterbringt. Ich engagiere mich daher politisch auf kommunaler und regionaler Ebene im Vorstand der CDU Weinheim. Für die Stadtratsfraktion sitze ich derzeit u.a. im Hauptausschuss sowie im Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS) der Stadt Weinheim. Daneben habe ich verschiedene Ehrenämter im Vorstand der Volkshochschule Badische Bergstraße, im Freundeskreises Weinheim-Ramat Gan, in der Ortsgruppe Weinheim des ADFC und im Initiativkreis von „Weinheim bleibt bunt“.

In meiner Freizeit gehe ich gerne ins Kino, spiele Gitarre, kicke bei den Jedermännern im AC Weinheim oder treffe mich mit gleichgesinnten im „Akademikerfanclub 1899 Hoffenheim Rhein-Neckar Heidelberg 2007 e. V.“ und dem „Integrativen Fanclub der TSG 1899 Hoffenheim“.

 

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