Schlagwortarchiv für: Migration

Projektbeschreibung

Dissertationsprojekt

Projektveröffentlichungen

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts finden sich die ersten Hinweise auf Auswanderungen aus der Pfalz nach Übersee. Hugenotten und Mennoniten, die erst einige Jahre oder Jahrzehnte in der Pfalz gelebt hatten, waren die Vorreiter. Abraham Hasbrouck vom Deutschhof bei Bergzabern ließ sich 1675 mit mehreren hugenottischen Familien im Tal des Hudson in der englischen Kolonie New York nieder. Schon 1660 hatte sich sein Bruder, der aus Calais stammende Jean Hasbrouck, nach einem kurzen Aufenthalt in der Kurpfalz, zusammen mit dem aus dem Artois gebürtigen Mannheimer Bürger Mathieu Planchan und dessen Schwiegersohn Louis du Bois (Dubois) in Hurley am Hudson angesiedelt. 1677 kauften Abraham Hasbrouck und andere hugenottische Familien ein Stück Land und bauten sich hier eine Siedlung. In Erinnerung an ihre Zwischenheimat, die ihnen als Flüchtlinge Gastfreundschaft gewährt hatte, nannten sie ihre Gründung “New Paltz”.

Unter https://www.huguenotstreet.org/ finden sich weitere Informationen.

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Kurzbeschreibung

Die Wanderungsmotivanalyse Mannheim untersucht, aus welchen Gründen sich Haushalte für oder gegen einen Wohnstandort in Mannheim entscheiden. Welche Strategien kann die Stadt entwickeln und welche Maßnahmen ergreifen, um auch in Zukunft ein attraktiver Wohn- und Lebensort z. B. für gut ausgebildete Arbeitnehmer zu sein? Um im Wettbewerb um Talente zu bestehen und damit die Chancen für einen wirtschaftlichen Erfolg zu erhöhen, sind grundlegende Kenntnisse hinsichtlich der Wünsche und Bedürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen unabdingbar.

Die vorliegende Studie gibt Hinweise auf Stärken und Schwächen Mannheims als Wohnstandort und zeigt auf, wo Potenziale zur Steigerung der Wohnattraktivität liegen. Die Analyse verfolgt das Ziel, das Wanderungsgeschehen innerhalb Mannheims und in seinen Stadtbezirken sowie zwischen Mannheim und der Region möglichst umfassend darzustellen. Sie beinhaltet sowohl eine Beschreibung der aus der Sekundärstatistik gewonnenen Wanderungsdaten als auch differenzierte qualitative Analysen auf der Grundlage von Befragungen. Das Hauptaugenmerk der Befragung lag im Bereich der Motive und Entscheidungshintergründe für Wohnsitzwechsel und die Wahl von Wohnstandorten.

Einer der zentralen Bestandteile der Untersuchung war die von mir programmierte Onlinebefragung von Arbeitnehmern bedeutender in Mannheim ansässiger Unternehmen.

Auftraggeber und Bearbeitungszeitraum

Stadt Mannheim, GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft, Universität Mannheim: Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie, 2008

Weitere Informationen

Wohnstandortentscheidungen von Haushalten am Beispiel Mannheim

GANS, Paul / OTT, Thomas (2003): Binnenwanderung in den Ländern der Europäischen Union. Geographische Rundschau 55 (6), 20-26

Kurzfassung

Binnenwanderungen innerhalb der EU-Staaten tragen etwa seit den 1960/70er Jahren maßgeblich zu Änderungen in der Bevölkerungsverteilung zugunsten neuer Wachstumsräume sowie zu Dekonzentrationsprozessen bei. Hinter diesem Trend steht ein tiefgreifender sozio-ökonomischer Wandel, der von einer Deindustrialisierung, aber auch von neuen industriellen Clustern der Hightech-Branche, von einer fortschreitenden Tertiärisierung, vom technologischen Fortschritt, von staatlichen Maßnahmen zur Regionalentwicklung sowie von den Wohnpräferenzen der Bevölkerung beeinflusst ist.

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