Kurzbeschreibung
Das Projekt – gefördert vom bmbf und begleitet vom Projektträger DLR – der Universität Heidelberg mit ihren deutschen Kooperationspartnern, der Universität Mannheim und der IUWA GmbH, war Teil eines internationalen Projektes im Rahmen des Impulsprogramms Nachhaltig Wirtschaften der „Fabrik der Zukunft“, welches die Österreichische FFG im Auftrag des bmvit koordinierte.
Die Leitung des Projektkonsortiums lag beim österreichischen „Institut für Industrielle Ökologie“ mit den wissenschaftlichen Projektpartnern, Institut für Innovations- und Umweltmanagement der Universität Graz und Umwelt Management Austria sowie den betrieblichen Praxispartner, die im Bezirk Mödling bei Wien angesiedelt sind.
Ziel des Gesamtvorhabens war die Entwicklung eines Informationssystems, mit dem in einer ausgewählten Modellregion, hier dem niederösterreichischen Bezirk Mödling nahe Wien mit seinen 1.100 Betrieben und 39.000 Beschäftigten, eine Verminderung von Umweltbelastungen (Abfällen und Emissionen, Ressourcenverbrauch) durch die Nutzung von Synergien aus der Vernetzung von Unternehmen, sowie speziell durch die Einbindung von Abfallstoffen in Produktionskreisläufe erzielt werden kann.
Die zentralen Fragestellungen des Projektes standen im Zusammenhang mit der Suche nach tragfähigen Konzepten zur Förderung eines ressourcenschonenderen Umgangs mit Materialien. Ein ganz wesentlicher Schlüssel hierzu wird dabei allgemein in der industriellen Kreislaufwirtschaft gesehen, die beim Produktdesign sowie bei der Rückführung nicht bzw. nicht mehr erwünschter Materialien in den Produktionsprozess zwei ganz zentrale Schwachpunkte besitzt. Das Projekt fokussierte auf die letztgenannte Schwachstelle und versuchte, über den Aufbau eines sachgerecht ausgestalteten regionalen Informationssystems Verbesserungspotenziale sichtbar zu machen und informationelle Barrieren abzubauen. Neben den Kommunikationsinstrumenten, hier stehen die Bildung von Vertrauensnetzwerken bzw. Netzwerkforen im Vordergrund, spielen standardisierte Informations- und Informationsaustauschinstrumente (problemadäquate Softwaretools) eine wesentliche Rolle. Die Abfallmanagement-Software IUWA Abfallmanager und IUWA Abfallanalyser der IUWA GmbH stellen hierbei die Grundlage zur Erfassung wesentlicher unerwünschter Outputströme der einzelnen Betriebe dar und wurden deshalb an das österreichische Kontextmilieu adaptiert und weiterentwickelt.
Projektveröffentlichungen
- WINDSPERGER, Andreas / WINDSPERGER, Brigitte / TUSCHL, Richard / BOLENA, Elisabeth / KALTEIS, Carina / STREBEL, Heinz / VORBACH, Stefan / PERL, Elke / SUPPAN, Alice / NIEMETZ, Nora / CHRISTIAN, Reinhold / FEICHTINGER, Ralph / BÄUERL, Susanne / STERR, Thomas / KRAUSE, Werner / OTT, Thomas (2009): Informationssysteme für Öko-Industrie-Cluster, Fallstudie Industriegebiet Mödling. Wien: Schriftenreihe des Instituts für Unternehmungsführung und Organisation der TU Graz 05/2009.

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