Das Überthema Klimaschutz war Hauptberatungsgegenstand in der Sitzung des Ausschusses für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung am 6.11.2019. Meine Stellungnahme für die CDU Fraktion habe ich dabei unter das bewährte Motto der Lokalen Agenda 21 gestellt: “global denken – lokal handeln”.

In ihrer Beschlussvorlage schlägt die Verwaltung die Teilnahme am European Energy Award (eea) vor. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um einen Wettbewerb, sondern vielmehr um ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz, das bereits seit mehr als zehn Jahren zahlreiche Kommunen in Deutschland und Europa auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz unterstützt. Auch andere Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis und der Kreis selbst beteiligen sich am eea. Möglicherweise können wir hier Synergieeffekte generieren und über die Stadtgrenzen hinweg kooperieren.

Während über die Teilnahme am eea große Einigkeit besteht, gibt es hinsichtlich der konkret in Weinheim zu treffenden Maßnahmen erheblichen Diskussionsbedarf. Im Unterschied zu GAL und SPD haben wir zum jetzigen Zeitpunkt auf Anträge verzichtet. Unsere verkehrs- und energiepolitischen Vorstellungen kann man aber auch schon jetzt im Kommunalwahlprogramm nachlesen. Da praktisch alle Vorschläge finanzielle oder personelle Ressourcen erfordern, handelt es sich um haushaltsrelevante Maßnahmen, die wir im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen einbringen und diskutieren wollen. Letztlich kam der Oberbürgermeister zur gleichen Auffassung, eine Beratung der Anträge fand nicht statt.

Angesichts der angespannten Haushaltslage kann Weinheim nicht unbegrenzt in neue Stellen und Klimaschutzprojekte investieren. Wir müssen versuchen, die knappen Mittel so einzusetzen, dass möglichst große private Investitionen von Bürgern und Unternehmen ermöglicht werden. So müssen beispielsweise Solarenergieprojekte auf öffentlichen Gebäuden nicht in Trägerschaft der Stadt durchgeführt werden. Sie muss viel eher dafür sorgen, dass Energiegenossenschaften oder Unternehmen solche Projekte ohne bürokratische Hürden umsetzen können.

Weiterführende Links

Bildnachweis

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    Die Grafik zeigt die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur. Jeder Streifen steht für ein Jahr im Zeitraum 1850 bis 2017. Die Farbe visualisiert die jeweilige Abweichung der weltweiten Durchschnittstemperatur nach unten (blau) oder oben (rot), Basis ist der Datensatz HadCRUT4 des britischen MetOffice. Wie sehr sich warme und heiße Jahre in den letzten Jahrzehnten häufen, ist auf den ersten Blick erkennbar.

Tagesausflug in die Demilitarisierte Zone (DMZ) an der innerkoreanischen Grenze im November 2006. Diese entmilitarisierte Zone ist 248 Kilometer lang und ungefähr vier Kilometer breit. In ihrer Mitte verläuft die Militärische Demarkationslinie (MDL), de facto die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Sie wurde nach dem drei Jahre dauernden Koreakrieg im Jahre 1953 eingerichtet und läuft von West-Südwest nach Ost-Nordost quer über die Halbinsel, wobei sie nördlich von Seoul den 38. Breitengrad schneidet, der bis zum Kriegsausbruch die Grenze zwischen beiden Staaten bildete. Besonders ist mir die Freiheitsbrücke über den Imjin-Fluß nahe der Stadt Paju in Erinnerung geblieben. Am Grenzzaun auf dieser ehemaligen Eisenbahnbrücke befestigen die Südkoreaner Flaggen, bunte Bänder und Botschaften an ihre Angehörigen im Norden.

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Am 16.10.2019 fand die erste Sitzung des neuen Ausschusses für Digitale Angelegenheiten des Weinheimer Stadtrates statt. Auf der Tagesordnung standen zwei Berichte der Verwaltung zum Stand der Digitalisierung bei der Stadt Weinheim sowie zu den Social-Media-Auftritten der Stadtverwaltung. Abweichend vom üblichen Prozedere erhielten die Stadträte und Berater keine Vorlage zu den beiden Themen, so dass eine strukturierte Vorbereitung und Diskussion in den Fraktionen nicht möglich war.

Nehmen wir das Positive vorweg: die städtische Pressestelle leistet seit vielen Jahren herausragende Arbeit hinsichtlich der Social-Media Aktivitäten. Unter Berücksichtigung der gegebenen rechtlichen und personellen Rahmenbedingungen beschränkten sich die Stellungnahmen aller Fraktionen daher allenfalls auf kleinere Verbesserungsvorschläge. Nicht einverstanden war ich beispielsweise mit dem Zeitvorsprung, den die Pressestelle den “Holzmedien” einräumt. Städtische Pressemitteilungen werden z.T. erst auf der Website und den sozialen Medien veröffentlicht, nachdem sie in der Zeitung erschienen sind. Ich halte den umgekehrten Weg für besser. Unser Ziel sollte ein digitales Amtsblatt sein, in dem die Stadt öffentliche Bekanntmachungen und ihre Mitteilungen an die Bevölkerung veröffentlicht. Die Aufgabe der traditionellen Medien sollte viel stärker im Bewerten und Hinterfragen der Verwaltung und der politischen Akteure liegen.
So wünschenswert ein personeller Ausbau der digitalen Öffentlichkeitsarbeit erscheint, so unwahrscheinlich ist er angesichts der angespannten Haushaltslage und anderer noch wichtigerer (Pflicht-) Aufgaben der Verwaltung. Ein Ansatz könnte darin bestehen, dass die anderen Ämter und Abteilungen eigene Social-Media affine Mitarbeiter benennen, die der Pressestelle etwa nach dem Vorbild des Kulturbüros noch besser zuarbeiten als bisher.

Zurück zum ersten Tagesordnungspunkt und zur Vorrede des Oberbürgermeisters: Herr Just sprach sich in seinem Eingangsstatement gegen ein umfassendes Digitalisierungskonzept aus, wie es wir und andere Fraktionen im Wahlkampf gefordert hatten. Einerseits ist die Scheu vor der Erarbeitung eines solchen Konzeptes aus vielerlei Gründen nachvollziehbar. Andererseits ist die (digitale) Welt voller fehlgeschlager IT-Projekte und Fehlinvestitionen. Angesichts der bevorstehenden hohen Investitionen in Personal, Hard- und Software sowie der damit verbundenen Umwälzungen der Verwaltungsprozesse und -arbeitsplätze halte ich eine schriftlich fixierte und vom Gemeinderat zu beschliessende Digitalisierungsstrategie für unverzichtbar. Dabei muss Weinheim das Rad nicht neu erfinden. Vor der Haustür haben wir mit Heidelberg und Mannheim zwei Leuchttürme der Digitalisierung von Verwaltung und Onlinepartizipation. Der hier von der Verwaltung gebrachte Einwand, dass die beiden Städte aufgrund ihrer Größe nicht als Vorbild taugen, ist m.E. nichtig. Ein Vorteil der digitalen Prozesse ist doch gerade die Skalierbarkeit sowohl nach unten als auch nach oben.
Der Sachstandsbericht der Digitalisierungsbeauftragten enthielt sinnvolle Projekte und Maßnahmen wie etwa die zur nächsten Badesaison einzuführende App zum Erwerb von Strandbadtickets. Neben einer sinnvollen Verbesserung für die Bürger dient sie zugleich der Erprobung des ePayments und der damit verbunden neuen Prozesse innerhalb der Stadtkämmerei. Letztlich verfestigte sich jedoch der Eindruck, dass die Verwaltung im Wesentlichen von außen getrieben wird, etwa durch rechtliche, terminliche oder finanzielle Vorgaben des Bundes und des Landes. Viele Projekte erscheinen als Insellösung, bei denen die Erfahrung lehrt, dass eine spätere Zusammenführung wesentlich aufwendiger ist, als die Entwicklung auf Basis einer vorher abgestimmten Investitionsstrategie. An vielen Stellen wurde zudem deutlich, dass der mangelhafte Breitbandausbau nach wie vor das Haupthemmnis in weiten Teilen des Stadtgebietes darstellt. Die nicht nur in diesem Zusammenhang genannten Planungszeiträume lassen einen erschaudern.

Leider nicht auf der Tagesordnung stand das Thema Digitalisierung der Schulen. Hier sehen wir – neben der Digitalisierung der Verwaltung – einen eindeutigen Schwerpunkt und klare Priorität bei den Investitionsentscheidungen. Die Verwaltung versprach, dieses Thema zum Schwerpunkt der nächsten Sitzung des Ausschusses zu machen.

Insgesamt verließ ich die erste Sitzung mit sehr gemischten Gefühlen: der zu erklimmende Berg ist noch viel höher als gedacht. Andererseits vereint das Gremium viel Sachverstand und Erfahrungswissen aus den Reihen der Stadträte und Berater, aber auch der Verwaltung. Die Verwaltung muss aus der Rolle des extern getrieben Akteurs in eine pro-aktiv handelnde Rolle gebracht werden. Dabei muss nicht jede “Angst” berücksichtigt werden, sondern es gilt, mit dem technologischen Fortschritt mitzuhalten und die Chancen der Digitalisierung zum beiderseitigen Wohl von Bürgerschaft und Verwaltung mutig zu ergreifen.

Weiterführende Links:

In seiner Sitzug vom 2.10.2019 befasste sich der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS) des Gemeinderates der Stadt Weinheim mit einer Vorlage zur Radschnellverbindung nach Mannheim. Während sich CDU und SPD für die Variante “Viernheimer Gleis” aussprachen, stimmten GAL, FW, Linke und FDP für die Streckenführung entlang der OEG-Linie. Während die Befürworter der OEG-Strecke eine bessere Anbindung der Weststadtbewohner in den Vordergrund stellten, verwiesen die Anhänger der Strecke “Viernheimer Gleis” u.a. auf eine bessere Anbindung der südlichen Stadtteile und Nachbargemeinden sowie weniger Konflikte mit Anwohnern und anderen Verkehrsteilnehmern.

Anstelle eines echten RadschnellWEGs (RSW) erhalten wir damit im Weinheimer Stadtgebiet “nur” eine RadschnellVERBINDUNG (RSV). Der Unterschied ist keineswegs nur semantischer Natur. Vielmehr zeichnet sich ein echter RSW durch eine bessere Ausstattung (z.B. Breite, Kreuzungsfreiheit, Beschilderung) und höhere Bezuschussung durch Land und Bund aus.

Persönlich überwiegt meine Freude über diese Investition in die Radinfrastruktur bei weitem den Ärger über die verlorene Abstimmung – so ist Demokratie. Aber ich hoffe, dass es sich nicht um einen Pyrrhussieg handelt. Spätestens wenn bei der Detailplanung klar wird, wieviele Parkplätze wegfallen werden, wird die öffentliche Diskussion hohe Wellen schlagen.

Weiterführende Links:

Bei der Kommunalwahl am 26. Mai bewerbe ich mich um einen Sitz im Gemeinderat der Stadt Weinheim und im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises. Ich setze mich u.a. ein für:

  • eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt;
  • eine Verkehrsplanung mit spürbaren Verbesserungen für ÖPNV und Radverkehr;
  • bedarfsgerechte Kinderbetreuung und gut ausgestattete Schulen;
  • Transparenz und umfassende Bürgerbeteiligung mittels digitaler Technologien.

Die Kommunalwahlen sind in Baden-Württemberg auch Persönlichkeitswahlen. Durch Kumulieren und Panaschieren haben die Wählerinnen und Wähler großen Einfluss auf die Zusammensetzung der Gemeinderäte und Kreistage. Im folgenden möchte ich daher einige meiner Grundüberzeugungen und Arbeitsschwerpunkte darlegen. Als Vertreter der CDU Weinheim im Initiativkreis von “Weinheim bleibt bunt” trete ich für eine weltoffene Stadtgesellschaft ein. Fremdenfeindlichkeit und Extremismus in jeglicher Form lehne ich ab.

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Digitale Verwaltung und Bürgerbeteiligung

Die Digitalisierung wird unsere Gesellschaft und praktisch alle Lebensbereiche tiefgreifend verändern. Sie ist Herausforderung und Chance zugleich. Wir müssen die Digitalisierung nutzen, um die städtische Verwaltung und effizienter und zugleich noch bürgernäher zu gestalten. Digitalisierung ist für mich persönlich kein abstrakter Begriff, sondern steter Bestandteil meiner Ausbildungs- und Berufslaufbahn seit Mitte der 1980er Jahre.

Fehlende Infrastruktur

Die digitale Infrastruktur in unserer Stadt ist in großen Teilen unzureichend bzw. nicht vorhanden. Die vom Kreis zugesagte Verkabelung der Odenwaldstadtteile ist bislang nicht über das Stadium der Projektierung hinausgekommen. Ähnlich schlecht ist die Netzanbindung unserer Schulen und der Gewerbegebiete im Westen der Stadt. Auch die WLAN-Abdeckung der öffentlichen Plätze und städtischen Versammlungsräume ist bestenfalls als „rudimentär“ zu beschreiben. Hier muss die Verwaltung noch viel stärker als bisher Druck auf den Kreis und die Netzbetreiber ausüben und den Auf- und Ausbau der Netze aktiv voran treiben.

Digitale Modernisierung und Umbau der Verwaltung

Die Digitalisierung der Verwaltung wird ein dominantes Thema der nächsten Jahre sein. Wir müssen diesen Prozess weiter beschleunigen und die Verwaltung mit den notwendigen Ressourcen ausstatten.  Ausgangspunkt muss eine umfassende Digitalisierungs- und eGovernment-Strategie sein, die an die Stelle der oftmals teuren Insellösungen in den einzelnen Ämtern tritt. Als Berater der CDU-Fraktion im Hauptausschuss habe ich schon für die Haushaltsberatungen 2018 einen entsprechenden Antrag formuliert, der mit großer Mehrheit angenommen und in Teilen bereits umgesetzt wurde.
In unserer Stadt gibt es viel Sachverstand zum Thema, den wir zum Wohle von Verwaltung und Bürgerschaft nutzen sollten. Hierzu habe ich in einer Bürgerfragestunde die Einrichtung  einen Digitalisierungsbeirates nach dem Vorbild des Kinder- und Jugendbeirates vorgeschlagen.

Bürgerinformationssystem und Beteiligungsportal

Die Berichterstattung über die Gemeinderatssitzungen liegt heute in den Händen der traditionellen Printmedien, die die Inhalte und Debatten nur gefiltert und oft mehrere Tage zeitverzögert – viel zu oft auch nur in Form der städtischen Pressemitteilungen – wiedergeben. Live Postings einzelner Stadträte sind keine sinnvolle Alternative zu einem vollständigen Livestream aus dem Ratssaal.

Ich möchte digitale Technologien nutzen, um die Beteiligungsschwelle für die Bürgerinnen und Bürger zu senken. Denn junge Eltern oder außerhalb von Weinheim Berufstätige haben keine Möglichkeit, mehrmals im Monat vor Ort an Gemeinderats-, Ausschuss- und Fraktionssitzungen am späten Nachmittag oder frühen Abend teilzunehmen.

  • Das mit großer Verspätung eingeführte Ratsinformationssystem muss zu einem echten Bürgerinformationssystem ausgebaut werden.
  • Hinzu muss ein Beteiligungsportal etwa nach dem Vorbild der Stadt Mannheim treten. Nur so können wir die Bürgerschaft früh- und rechtzeitig in grundlegende Entscheidungen einbinden.
  • Schon im Kommunalwahlprogramm 2014 habe ich mich für das Livestreaming der Gemeinderatssitzungen eingesetzt, was bislang leider an zu vielen Bedenkenträgern gescheitert ist.
  • Das Amtsblatt der Stadt muss in ein digitales Angebot umgewandelt werden.

Weinheim-App

Für die Bürgerinnen und Bürger entfaltet der digitale Fortschritt seinen größten Nutzen, wenn die Amtsgeschäfte weitgehend online erledigt werden können. Als digitale Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bürger haben wir im laufenden Haushalt die Erarbeitung einer Weinheim-App beantragt. Dabei ist zu prüfen, ob die gewünschte Funktionalität (z.B. Mängelmelder) besser über eine eigenständige App oder durch die Optimierung der städtischen Website für mobile Endgeräte zu erreichen ist.

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Nachhaltige Stadtentwicklung

Stadtentwicklungsprozesse in Deutschland und der ganzen Welt waren ein Schwerpunkt meines Studiums sowie meiner wissenschaftlichen und beruflichen Tätigkeit. Ich setze mich für eine nachhaltige Stadtentwicklung ein, die stets ökonomische, ökologische und soziale Aspekte in einer ganzheitlichen Sichtweise einbezieht.

Wohnen

Die Wohnungsfrage ist die soziale Frage unserer Zeit. Weinheim muss ein attraktiver und bezahlbarer Wohnstandort für alle Einkommensgruppen bleiben. Der weitere Zuzug von Familien und jungen Berufstätigen ist eine wichtige Voraussetzung zur Bewältigung des anhaltenden demographischen Wandels. Das Durchschnittsalter der Weinheimer Bevölkerung liegt deutlich über den Durchschnittswerten, sowohl für Baden-Württemberg als auch für den Rhein-Neckar-Kreis.

Bei der Aktivierung leerstehenden Wohnraums setze ich auf positive Anreize (z.B. Wohnraumbörse, Mietgarantien). Bau- und Belegungsgebote oder gar Enteignungen lehne ich ab. Die Ausweitung des Anteils sozialen Wohnraums und die Dämpfung des Mietpreisanstieges wird nicht ohne die moderate Ausweisung neuer Wohngebiete und eine nachbarschaftsverträgliche Nachverdichtung gelingen. Ein großes Potential liegt in der Aufstockung bzw. dem Dachausbau vorhandener Wohngebäude. Damit einher geht in der Regel auch ein Beitrag zur Reduzierung des Heizungsbedarfs pro m² Wohnfläche und damit der CO2-Emissionen.

Der von verschiedenen Seiten vorgeschlagenen Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft stehe ich kritisch gegenüber. Mit der Baugenossenschaft 1911 Weinheim eG haben wir bereits einen sehr gut aufgestellten Akteur, den es weiter zu stärken gilt.

Industrie und Gewerbe

Wäre die Stadt Weinheim ein Unternehmen, stünde sie vor der Insolvenz. Trotz konjunkturell bedingter Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer ist die Stadt strukturell unterfinanziert, d.h. die Ausgaben übersteigen regelmäßig die Einnahmen. Mehrfach durchgeführte Benchmarkvergleiche haben deutlich gezeigt, dass unsere Stadt finanziell deutlich schlechter ausgestattet ist als andere baden-württembergische Städte vergleichbarer Größe. Unsere Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer befinden sich hingegen bereits am oberen Ende der Skala im Vergleich zu benachbarten Kommunen. Die für die nächsten Jahre geplanten Investitionen in die Infrastruktur können wir nur auf Basis einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung und durch die Ansiedlung zusätzlicher Unternehmen leisten.

Im ersten Schritt müssen die Lücken, Leerstände und Unternutzungen in vorhanden Gewerbegebieten erfasst und besser als bisher vermarktet werden. Verwaltung und Gemeinderat müssen ein Leitbild bzw. “Ansiedlungsprofil” erarbeiten, das Kriterien für gewünschte Branchen, Unternehmensgrößen und Arbeitsplatzdichten definiert. Logistik und andere flächenintensive Branchen müssen ausgeschlossen bleiben. Auf Basis eines solchen Leitbildes werde ich mich weiterhin für die Entwicklung eines verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebietes einsetzen, um Weinheim als attraktiven Standort für heimische und ansiedlungswillige Unternehmen zu erhalten. Die Standortdiskussion muss im Vorfeld der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes ergebnisoffen und mit größtmöglicher Bürgerbeteiligung geführt werden.

Etwa 80% des städtischen Haushaltes sind Pflichtausgaben, die restlichen 20% sind Ausgaben für freiwillige Leistungen wie Kultur, Sport- oder Freizeiteinrichtungen, also genau jene Bereiche, die die Lebensqualität unserer Stadt betreffen. Gelingt es uns nicht, die Gewerbesteuereinnahmen dauerhaft zu steigern, wird es zu deutlich spürbaren Einschnitten (z.B. Schließung eines oder mehrerer Bäder, Schließung der Musikschule, Zusammenstreichen der Kulturförderung) kommen müssen.

Neue Unternehmen bringen nicht nur Gewerbesteuer, sondern sie stellen auch wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung. Insbesondere im gewerblichen Bereich sind in den letzten Jahrzehnten hunderte von Arbeitsplätzen in Weinheim verloren gegangen.

Verkehr

Weinheim droht, im Autoverkehr zu ersticken. Das Entlastungspotential durch Neubau von Umgehungsstraßen ist bis auf punktuelle Ausnahmen (z.B. Autobahnanschluss Weinheim-Süd) ausgereizt. Der eingeleitete Umstieg auf alternative Antriebe wird zu einer Verbesserung der Luft- und Lärmbelastung führen, ändert aber nichts am Platzbedarf der Autos. Echte Entlastung wird nur ein weiterer Ausbau des ÖPNV und eine Förderung des Radverkehrs bringen. Dabei geht es mir nicht um eine wie auch immer geartete Beschränkung der individuellen Mobilität sondern um die Schaffung von attraktiven Alternativen zum Auto.

Ich bin Mitglied des Fahrgastverbandes Pro-Bahn e.V. und habe mich als Fraktionsberater aktiv für den Umbau des Weinheimer Hauptbahnhofs und den Neubau des S-Bahn Haltepunktes in Sulzbach engagiert.  Die zu überwindenden Widerstände waren dabei erheblich, z.B. durch mehrfache dramatische Kostensteigerungen seitens der Deutschen Bahn. Zu meiner Arbeitsstelle in Darmstadt pendle ich per Bahn mit einem Jobticket des Rhein-Main-Verkehrsverbunds. Neben unserem Familien-PKW nutze ich bei Bedarf das Car-Sharing Angebot der Stadtmobil Rhein-Neckar AG.

Weiterhin bin ich Mitglied der Ortsgruppe Weinheim des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC und betreibe die Facebookseite “Radfahren in Weinheim“, in der ich mich für die Förderung des Radverkehrs in Weinheim einsetze.

Umwelt, Klimaschutz, Energie

Ich unterstütze die eingeleitete “Energiewende” und habe als Mitglied der Energiegenossenschaft Hohe Waid eG schon vor einigen Jahren in eine Bürgersolaranlage auf dem Dach der Keltensteinhalle  in Rippenweier investiert. Als Geograph bin ich der festen Überzeugung, dass jeder Landesteil und jede Gemeinde ihren eigenen Beitrag zur Energiegewinnung und Versorgungssicherheit leisten muss. Jedoch bietet jede Region eigene Standortpotentiale, die es optimal zu nutzen gilt. Während Weinheim und die Bergstraße ein sehr hohes Potential für Sonnenergie und Tiefengeothermie aufweisen, weht der Wind im Jahresdurchschnitt viel zu schwach, um die mit den Windrädern einhergehende Landschaftszerstörung zu rechtfertigen. Der unter Grün-Rot gefasste Windkrafterlass muss so schnell wie möglich revidiert und die Vorrang- und Ausschlussflächenplanung für die Windenergie wieder auf die Ebene der Regionalplanung verlegt werden. Ich setze mich dafür ein, dass die Stadt Weinheim sich noch stärker für die Nutzung der Sonnenenergie einsetzt, in dem sie Bedenken des Denkmalschutzes in der Altstadt zurückstellt, öffentliche Dachflächen energetisch in Wert setzt und bei der Neuaufstellung von Bebauungsplänen die Sonnenenergiegewinnung vorschreibt.

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Kinder- und Jugendförderung, Schulen

Seit vielen Jahren bin ich Mitglied des Jugendhilfeausschusses bzw. nach Abgabe der Jugendhilfe an den Rhein-Neckar-Kreis des Kinder- und Jugendbeirates der Stadt Weinheim. Zusammen mit den anderen Fraktionen haben wir dort umfangreiche Investitionen in die Ausweitung der Kinderbetreuung in Krippen, Tagespflegestellen, Kindergärten und Kindertagesstätten, Grundschulen und Schülerhorten empfohlen.

Ich möchte weiter zum Erfolg der „Weinheimer Bildungskette“ beitragen und den Bildungsstandort Weinheim dauerhaft stärken. Die Budgets für Sachmittel, Reinigung und Sekretariate der Kindergärten und Schulen müssen den realen Bedürfnissen entsprechen. Die Raumsituation muss an neue Unterrichtskonzepte und die Erfordernisse der Inklusion angepasst werden. Die Schulen brauchen eine bessere Internetanbindung und eine zeitgemäße Ausstattung mit Hard- und Software.

Ich unterstütze das Konzept der Ganztagsschule. Neben pädagogischen Aspekten ist sie ein wichtiger Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In gebundener Form brächte sie auch eine deutliche finanzielle Entlastung des städtischen Haushalts mit sich. Sollte sich eine unserer Grundschulen für die gebundene Form der Ganztagsschule entscheiden, muss im Gegenzug sichergestellt werden, dass Schulbezirkswechsel unbürokratisch möglich sind. Dies muss auch für den Fall gelten, wenn Eltern aus anderen Schulbezirken ihr Kind gerne in einer gebundenen Ganztagsschule anmelden wollen.

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Mit Ihren Stimmen in Gemeinderat und Kreistag

Ich bitte um Ihre Stimmen bei der Gemeinderats- und Kreistagswahl am 26. Mai!

Ich habe mein kommunalpolitisches Engagement vor mehr als 10 Jahren begonnen, um in demokratischer Konkurrenz, aber zugleich partnerschaftlich und fair, mit anderen Bürgerinnen und Bürgern um die bestmögliche Entwicklung unserer Stadt und ihrer Ortsteile, unseres Kreises und unserer Metropolregion zu ringen. Die Meinungsbildung und Organisation in Parteien und Wählervereinigungen ist dazu der unverzichtbare und von unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung vorgegebene Rahmen. Nutzen Sie die Möglichkeiten des Panaschierens und Kumulierens und wählen Sie Ihre Vertreter aus allen demokratischen Parteien und Listen in den Gemeinderat und Kreistag!

Mehr Informationen zu meiner Biographie und meinem beruflichen Werdegang finden Sie hier auf der Website oder in einem kürzlich erschienenen Interview auf inWeinheim.de.

Haben Sie Fragen zu den oben genannten Schwerpunkten oder sind Sie an meiner Meinung zu anderen kommunalpolitischen Fragen interessiert? Gerne beantworte ich Ihre Fragen per eMail oder über das Kontaktformular auf dieser Website.
 

Letzter Teil meiner großen Reise durch Kanada, Toronto im Oktober 1992.

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Fotos vom Game 2 der American League Championship Series am 8. Oktober 1992. Die Blue Jays gewannen das Spiel mit 3:1 und gewannen in diesem Jahr auch die World Series gegen die Atlanta Braves.
https://www.baseball-reference.com/boxes/TOR/TOR199210080.shtml

Als Bonus noch ein im Maple Leafs Garden aufgenommenes Foto aus dem Saisoneröffnungsspiel der Toronto Maple Leafs gegen die Washington Capitals am 7. Oktober 1992, Endstand 5:6.
https://www.hockey-reference.com/boxscores/199210070TOR.html

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Das Safeco Field (seit 1.1.2019 T-Mobile Park) ist die Heimstätte des MLB Teams der Seattle Mariners. Namensgeber des Stadions war seit 1998 die Safeco Insurance, ein Versicherungsunternehmen mit Sitz in Seattle. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 47.934 Zuschauern (ausschließlich Sitzplätze) und ein schließbares Dach. Die Gesamtbaukosten betrugen bis zur Eröffnung 517,6 Mio. US-Dollar, damit war Safeco Field zu diesem Zeitpunkt das teuerste Baseballstadion der Welt. Der Bau des Stadions gegen den Widerstand eines Teils der Stadtgesellschaft war nur möglich aufgrund der Erfolge des Teams in den Jahren ab 1995 (erstmaliger Gewinn der Division und Sieg gegen die New York Yankees in der ALDS), angeführt vom Starspieler Ken Griffey Jr. Deswegen trägt das Stadion den Beinamen “The House that Griffey built”. Eröffnet wurde es nach zwei Jahren Bauzeit am 15. Juli 1999 mit dem Spiel der Mariners gegen die San Diego Padres.

Safeco Field dient dem Team als Nachfolger für den Kingdome, einem Stadion mit geschlossenem Kuppeldach, das bis zum Jahr 2000 direkt nördlich an das neue Stadion angrenzte. Die 1976 eingeweihte Arena ist bis heute das einzige Stadion in dem die All-Star-Spiele der drei großen Ligen NFL, NBA und MLB ausgetragen wurden. Zwischen 1976 und 2000 besuchten rund 73 Millionen Menschen zu Veranstaltungen das Mehrzweckstadion. Im Jahr 2000 wurde der Kingdome schließlich aufgrund von Bedenken bezüglich der Standsicherheit des Gebäudes bei Erdbeben abgerissen. Am Ort des ehemaligen King Dome befindet sich seit 2002 das bis zu 72.000 Zuschauer fassende CenturyLink Field, das Heimstadion der Seattle Seahawks (NFL) und der Seattle Sounders (MLS).

Die Fotos entstanden bei mehreren Aufenthalten in Seattle zwischen 1992 und 2003 und zeigen den Kingdome (1992 und 1999), die Baustelle des Safeco Field im Frühjahr 1999 sowie die Situation nach Eröffnung des benachbarten Footballstadions (2002).

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Teil 3 meiner transkontinentalen Kanadareise, die Bahnfahrt mit dem “Canadian” von Edmonton nach Toronto im Oktober 1992.

Edmonton – Saskatoon – Winnipeg – Sioux Lookout – Sudbury – Toronto

3 Tage

3200 Kilometer

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Calgary ist mit 1,2 Millionen Einwohnern die größte Stadt in der Provinz Alberta sowie die viertgrößte in ganz Kanada. Die im Süden der Provinz, etwa 80 Kilometer östlich der Rocky Mountains, an der Mündung des Elbow River in den Bow River gelegene Stadt trug 1988 als erste kanadische Stadt die Olympischen Winterspiele aus.

Calgary liegt im Süden von Alberta in der Prärie und ist die größte Stadt dieser Provinz vor Edmonton, der Provinzhauptstadt, welche sich ca. 300 km nördlich befindet. Damit ist Calgary gleichzeitig die größte Stadt zwischen Vancouver im Westen am Pazifik und Toronto im Osten an den Großen Seen. Etwa 80 Kilometer westlich erstrecken sich die Rocky Mountains.

Bevor die ersten Europäer die Gegend um Calgary besiedelten, war dieses Gebiet die Heimat der Blackfoot. Ihre Spuren lassen sich dort mindestens 11.000 Jahre zurückverfolgen. Der erste Europäer, der hier den Bow River erreichte, war der Kartograf David Thompson im Jahr 1787. Die ersten Siedler ließen sich in den frühen 1860er Jahren nieder, meist um Jagd auf Bisons zu machen. Im Jahr 1875 wurde ein Polizeiposten der Royal Canadian Mounted Police eingerichtet. Im Jahr 1883 erreichte die Canadian Pacific Railway die Siedlung. Die Siedler, die jetzt schnell von der Ostküste mit der Eisenbahn hierher gelangen konnten, bekamen Land geschenkt und die Bevölkerungszahl stieg rapide an. Gleichzeitig suchten die Viehzüchter aus den südlich gelegenen USA neues Weideland für ihre Rinder und trieben die Herden immer nördlicher bis in die Prärie von Alberta, das damals noch nicht zu Kanada gehörte. Calgary wurde ein Zentrum der Rinderzucht und der Cowboys. Die Tradition lebt noch heute in der Calgary Stampede fort. Die Stadtgründung wurde offiziell 1884 vollzogen.

Ende der 1940er Jahre wurden in Alberta riesige Ölvorkommen gefunden, und Calgary wandelte sich von einer durch Viehzucht geprägten Stadt zu einer Wirtschaftsmetropole. Die Ölkrise von 1973 beschleunigte die Entwicklung, so dass in den 1970er Jahren 450 Ölfirmen ihre Zentrale in Calgary hatten und die Arbeitsplätze in Calgary zu 70 % vom Öl abhingen. Durch den Fall des Ölpreises Anfang der 1980er Jahre geriet die Stadt in eine schwere Krise, von der sie sich erst Ende des Jahrzehnts langsam erholen konnte. Zur Erholung trugen u. a. die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 1988 und die Verbreiterung der wirtschaftlichen und kulturellen Basis bei. Seitdem wachsen die Wirtschaft, die Bevölkerung und der Tourismus stetig.

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist der Saddledome, eine mehr als 20.000 Zuschauer fassende Multifunktionsarena, die zwischen 1981 und 1983 als Austragungsstätte für die Olympischen Winterspiele errichtet wurde. Neben zahlreichen Veranstaltungen, die im Saddledome abgehalten werden, dient er auch als Heimspielstätte der Calgary Flames aus der National Hockey League (NHL).

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