OTT, Thomas (2001): Erfurt – Brunnenkresseklingen im Dreibrunnenfeld. In: SEDLACEK, P. (Ed.): Thüringen – Geographische Exkursionen, Gotha: Klett-Perthes, 95-97
OTT, Thomas (2000): Angleichung, nachholende Modernisierung oder eigener Weg? Beiträge der Modernisierungstheorie zur Transformationsforschung. Europa Regional 8 (3-4), 20-27
Kurzfassung
Thema und Gegenstand der Modernisierungstheorie sind die globalen Prozesse, in deren Verlauf sich in den letzten zweihundert Jahren die “modernen” Gesellschaften der westlichen Welt herausgebildet haben. Die Modernisierungstheoretiker deuteten die Transformation als nachholende Revolution, in deren Folge die Versäumnisse der letzten 45 Jahre aufgeholt würden. Insbesondere in Bezug auf die DDR handelt es sich um einen Modernisierungsprozess, bei dem die Ziele durch das Institutionengefüge der Bundesrepublik bereits fest vorgegeben waren. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass die DDR einen spezifischen Typus der Industriegesellschaft mit eigenen sozialen Strukturen verkörperte. Es kann also schon deshalb nicht nur um eine rein “nachholende Modernisierung” gehen, weil auch die DDR zusammen mit den anderen sozialistischen Staaten spezifische Modernisierungsschritte unternahm.
Mit dem Auftreten der sozialen und ökonomischen Verwerfungen in den Transformationsstaaten geriet der wiederbelebte Modernisierungsansatz erneut in die Kritik. Die Anhänger der Modernisierungstheorie sahen sich konfrontiert mit einer Reihe von Anomalien: anstelle eines einholenden Aufschwungs erleben wir einen schwerwiegenden ökonomischen Niedergang sowie ethnisch und religiös motivierte Abgrenzung und Zersplitterung. Die Schwierigkeiten und Konflikte im Verlauf der Transformation sind jedoch nur bedingt berechtigte Einwände gegen die Modernisierungstheorie. Sieht man von der Frühphase der Theoriebildung ab, wurden solche “breakdowns of modernization” vorausgesehen und prognostiziert.
Volltext
OTT, Thomas / STERR, Thomas (2000): GIS-basierte Optimierung zwischenbetrieblicher Stoffströme im Rhein-Neckar-Raum. In: CREMERS, A. B. / GREVE, K. (Eds.): Umweltinformatik ‘ 00 / Computer Science for Environmental Protection ‘ 00. Umweltinformation für Planung, Politik und Öffentlichkeit / Environmental Information for Planung, Politics and the Public. Umweltinformatik aktuell 26, Marburg: Metropolis, 543-554
Kurzfassung
Der Beitrag erläutert die Konzeption und Realisierung verschiedener Softwarekomponenten zur Optimierung der Stoff- und Abfallströme von und zwischen kleinen und mittleren Industriebetrieben im Rhein-Neckar-Raum. Es handelt sich um Ergebnisse eines Pilotprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (bmb+f) im Rahmen der Förderinitiative “Modellprojekte für nachhaltiges Wirtschaften – Innovative Ansätze zur Stärkung der regionalen Ökonomie.” Das Zusammenspiel der Softwarekomponenten erlaubt einerseits eine produkt- und prozessbasierte Analyse und Bilanzierung umwelt- und kostenrelevanter Faktoren und stellt andererseits eine Inter- bzw. Intranetbasierte Kommunikations- und Datentransferplattform zwischen den beteiligten Unternehmen, aber auch mit externen Akteuren (z.B. Entsorgungswirtschaft), zur Verfügung.
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OTT, Thomas (2000): Gestaltung und Vernetzung EDV-technischer Systembausteine für das zwischenbetriebliche Stoffstrommanagement. In: LIESEGANG, D.G. / STERR, Th. / OTT, Th. (Eds.): Aufbau und Gestaltung regionaler Stoffstrommanagementnetzwerke. Betriebswirtschaftlich-Ökologische Arbeiten 4, Heidelberg: IUWA, 78-92
OTT, Thomas / SWIACZNY, Frank (2000): Modellierung raumzeitlicher Prozesse in Geographischen Informationssystemen. In: ROSNER, H.-J. (Ed.): GIS in der Geographie II. Ergebnisse der Jahrestagung des Arbeitskreis GIS 25./26. Februar 2000. Kleinere Arbeiten aus dem Geographischen Institut der Universität Tübingen 25, Tübingen: Geographisches Institut, 19-37
LIESEGANG, Dietfried G. / STERR, Thomas / OTT, Thomas (Eds.) (2000): Aufbau und Gestaltung regionaler Stoffstrommanagementnetzwerke. Betriebswirtschaftlich-Ökologische Arbeiten 4, Heidelberg: IUWA
OTT, Thomas / TIEDEMANN, Paul (1999): Internet für Geographen. Eine praxisorientierte Einführung, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft / Primus
Kurzfassung
Über die Chancen und Möglichkeiten, die das Internet für die Informationsbeschaffung und Bildung im weiteren Sinne bietet, zu schreiben, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Seit einigen Jahren ist das Internet, nicht zuletzt durch zahllose Berichte der Massenmedien, in aller Munde. Beobachtet man die Szenerie jedoch genauer, kann man bei vielen Benutzern ein interessantes Phänomen feststellen: Die anfängliche Euphorie angesichts der zahllosen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten weicht häufig einer Frustration, da im scheinbar undurchdringlichen Informationsdickicht die benötigten Informationen und Daten nur schwer oder überhaupt nicht aufgespürt werden können. Unser Buch versteht sich in diesem Sinne als Pfadfinder und Wegweiser, das Sie in verständlicher Form mit den technischen Grundlagen des Internet vertraut macht, Sie anhand fachspezifischer Beispiele zu den gewünschten Informationen führt und Ihnen Navigationshilfen für Ihre persönlichen Expeditionen durch den Datendschungel an die Hand gibt.
“The world at your fingertips”, so lautet einer der Slogans, mit denen das Internet an Popularität gewann. Kennt man die richtigen Adressen, läßt sich der alte Traum vom “fliegenden Klassenzimmer” per Mausklick realisieren. Man besucht die Vulkane auf Hawaii und lernt ihre Geologie kennen oder man kommuniziert mit Forschern der Mawson-Station in der Antarktis. Zahllose virtuelle Exkursionen warten nur auf neue Teilnehmer.
Das Internet bietet einen unerschöpflichen Fundus an digitalen Daten, Karten und Satellitenbildern, die Lehrer, Studierende und Forschende für eigene Projekte oder den Einsatz im Unterricht benötigen. Diese stammen entweder von statistischen Behörden, Hochschulen und sonstigen Forschungseinrichtungen oder kommerziellen Anbietern. Hinzu kommt die Suche nach fachspezifischer Software, etwa Kartographieprogramme oder Geographische Informationssysteme, die oft auch als Shareware kostenlos kopiert werden können. Rund um die Uhr vom eigenen Schreibtisch zugängliche Online-Kataloge erschließen das gesamte gedruckte Wissen der Menschheit. In wachsendem Umfang wird das Internet selbst zur Veröffentlichungsplattform geographischer Publikation. Neben etablierte Schriftenreihen und Zeitschriften, die oft Kurzfassungen ihrer Beiträge im Netz anbieten, treten neue Online-Publikationen, die die Vorteile des neuen Mediums nutzen. Studierende und Lehrende sind nicht nur auf das publizierte Wissen angewiesen. Persönliche Kontakte und Diskussionen sind ein wesentlicher Bestandteil des Forschungsprozesses. Im Internet finden diese Diskussionen in Newsgroups und Mailing-Listen statt, die häufig die Interessenten eines Teilgebietes, eines Kulturkreises bzw. Landes oder eines speziellen Softwareproduktes unter ihrem Dach vereinen. Ohne allzu großen Aufwand und ohne nennenswerten Zeitverlust ist jederzeit die Rückkoppelung mit demjenigen möglich, der sich im Internet per E-Mail oder via Website zu Wort gemeldet hat. Noch während der Lektüre seines Textes kann man Rückfragen stellen. Überhaupt ist die schnelle und unkonventionelle Kommunikation, die die fachliche Diskussion – nahezu in Echtzeit – über Kontinente hinweg möglich macht, sicher einer der herausragendsten Vorteile des Internet. Ein weiterer Nutzen für den Geographen liegt in der schnellen Information über neue Forschungsprojekte oder aktuelle Tagungs- und Kongreßberichte, die in Zusammenhang mit der eigenen Arbeit stehen. Nicht zuletzt ist auch daran zu denken, daß das Internet die Möglichkeit bietet, ohne den Flaschenhals von Redaktionen und Verlagen eigene Texte zu veröffentlichen.
Das Buch enthält neben einer allgemeinen Einführung in das Internet und Informationen zum Publizieren im Internet eine umfangreiche Sammlung von Internetadressen (Links), die für Geographen und Geowissenschaftler von Interesse sind. Diese Sammlung ist wie folgt gegliedert:
- Geographische Internet-Verzeichnisse
- Geographische Verbände und Gesellschaften
- Geographische Institute und Arbeitsgruppen
- Physische Geographie
- Anthropogeographie
- Länderkundliche Informationen
- Virtuelle Exkursionen
- Geographische (Online-)Publikationen
- Materialien für den Unterricht
- Kartographie und GIS im Internet
- Geographische Software zum Download
- Quellen für Statistiken und Fernerkundungsdaten
- Regierungsbehörden / internationale Organisationen
- Sonstige Geographie-relevante Seiten
- Mailing Lists (Listserver)
- Geographische Newsgroups und Chats
- Suchmaschinen
Rezensionen
Petermanns Geographische Mitteilungen 143 (1999), S. 76
“Durch seinen logischen Aufbau und seine gut verständliche Sprache, die auf unnötigen theoretischen Ballast verzichtet, stellt ‘Internet für Geographen’ einen geeigneten Begleiter für die ersten Schritte in den weltweiten Datennetzen dar, der angesichts des Preises auch für Studierende interessant sein dürfte. Die Vielzahl und geschickte Auswahl der vorgestellten Internetangebote zeigt die ganze Bandbreite der verfügbaren Themen und regt dazu an, sich intensiver mit dem Internet als Quelle für die eigene Arbeit zu beschäftigen.”
Praxis Geographie 9 (1999), S. 48
“Der Band hebt sich in seiner Verständlichkeit und seiner gut recherchierten und kommentierten Adressen wohltuend von ähnlichen Büchern ab. Er ist jedem interessierten Fachkollegen und als Grundausstattung in Schulbibliotheken zu empfehlen.”
Kritische Geographie, Informationen 3 (1999), S. 3
“Für den Leser besonders nützlich ist der rund 60 Seiten umfassende Teil II, nämlich eine gut strukturierte und kommentierte Sammlung geographischer Links. (…) Ein weiterführendes Literaturverzeichnis und ein Glossar technischer Begriffe beschließen dieses summa summarum sehr empfehlenswerte Buch.”
OTT, Thomas (1999): Geographische Informationssysteme – eine Kurzübersicht. UmweltWirtschaftsForum 7 (2), 92-93
Volltext
OTT, Thomas (1998): Erfurts Stadtbild ändert sich – Schüler lernen die Landeshauptstadt auf spielerischem Wege kennen. Zeitschrift für den Erdkundeunterricht 50 (1), 30-34
Kurzfassung
Erfurt, die Landeshauptstadt Thüringens, zählt mit ihren 210.468 Einwohnern (1995) zu jenen Städten, die in der Folge der deutschen Wiedervereinigung neue administrative und ökonomische Funktionen gewinnen und damit ihre Stellung im Städtesystem verbessern konnten. Der Wandel von der „sozialistischen“ zur „kapitalistischen“ Stadt vollzieht sich als längerfristiger Prozeß, dessen räum-liche Konsequenzen in der Physiognomie des Stadtbildes und dem funktionalen Gefüge der Stadt sichtbar werden. Innerhalb der Stadt stehen sich dabei Be-reiche mit hoher Entwicklungsdynamik und solche mit eher persistenten Strukturen gegenüber. Parallel zu den baulichen Veränderungen ist auch ein sozio-demographischer Wandel in den einzelnen Stadt-teilen und Wohnquartieren erkennbar. Ziel des im vorliegenden Beitrag dargebotenen Spieles ist es daher, die Schüler auf spielerische Weise mit dem Wandel der Stadt in der Folge der Transformation vom Sozialismus zur Marktwirtschaft und von der Diktatur zur Demokratie vertraut zu machen und zu Diskussionen, in die ggf. die eigenen Erfahrungen mit einfließen sollen, anzuregen.
Volltext
SWIACZNY, Frank / OTT, Thomas (1998): Das Problem der Modellierung Historischer Prozesse mit Geographischen Informationssystemen. Historical Social Research / Historische Sozialforschung 24 (1), 75-100
Kurzfassung
Im vorliegenden Beitrag wurde ein praxisorientierter Ansatz präsentiert, der es ermöglicht, unabhängig von der eingesetzten Software, ein historisches GIS in einem Layermodell zu realisieren. Dabei wurde der Schwerpunkt der Ausführungen auf die Nutzung historischer Statistiken und die hierfür erforderlichen Grundkarten der administrativen und territorialen Gliederung gelegt. Der Grad der Automatisierung bei der Erfassung der Geodaten läßt sich dabei beliebig dem Umfang und der Komplexität der abzubildenden Prozesse sowie dem zur Verfügung stehenden Projektbudget anpassen. Sofern das eingesetzte GIS über eine offene Schnittstelle für Geodaten verfügt, ist es grundsätzlich auch möglich, die zunächst in Layern verwalteten Daten später in eine objektorientierte Struktur zu überführen.
Hinsichtlich der Standardisierung müssen, um Daten unterschiedlicher Datenproduzenten gemeinsam in einem ‘historischen Raummodell Deutschlands’ verarbeiten zu können, einige Punkte wie Digitalisierungsmaßstab und -genauigkeit, Projektion, Objektklassen und -schlüssel definiert werden. Welche Festlegungen hierzu mindestens erforderlich und praktisch umsetzbar sind, kann nur die weitere Diskussion der Datenproduzenten zeigen. Der Vorschlag der Autoren geht jedoch dahin, zunächst nur hinsichtlich zweier Punkte verbindliche Regeln vorzusehen:
- Der Entwicklung administrativer und territorialer Einheiten seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts. Kleinste Territorialeinheiten sollten dabei die Gemeinden darstellen. Maßstab, Projektion, Generalisierungsregeln und Genauigkeit sollten dabei so bestimmt werden, daß sowohl der regionale als auch der deutschlandweite Einsatz möglich ist.
- Der Dokumentation (Metadaten) und Integration individueller Erweiterungen zu den unter 1. genannten Inhalten.





