OTT, Thomas / SWIACZNY, Frank (2000): Modellierung raumzeitlicher Prozesse in Geographischen Informationssystemen. In: ROSNER, H.-J. (Ed.): GIS in der Geographie II. Ergebnisse der Jahrestagung des Arbeitskreis GIS 25./26. Februar 2000. Kleinere Arbeiten aus dem Geographischen Institut der Universität Tübingen 25, Tübingen: Geographisches Institut, 19-37
Schlagwortarchiv für: GIS
OTT, Thomas (1999): Geographische Informationssysteme – eine Kurzübersicht. UmweltWirtschaftsForum 7 (2), 92-93
Volltext
SWIACZNY, Frank / OTT, Thomas (1998): Das Problem der Modellierung Historischer Prozesse mit Geographischen Informationssystemen. Historical Social Research / Historische Sozialforschung 24 (1), 75-100
Kurzfassung
Im vorliegenden Beitrag wurde ein praxisorientierter Ansatz präsentiert, der es ermöglicht, unabhängig von der eingesetzten Software, ein historisches GIS in einem Layermodell zu realisieren. Dabei wurde der Schwerpunkt der Ausführungen auf die Nutzung historischer Statistiken und die hierfür erforderlichen Grundkarten der administrativen und territorialen Gliederung gelegt. Der Grad der Automatisierung bei der Erfassung der Geodaten läßt sich dabei beliebig dem Umfang und der Komplexität der abzubildenden Prozesse sowie dem zur Verfügung stehenden Projektbudget anpassen. Sofern das eingesetzte GIS über eine offene Schnittstelle für Geodaten verfügt, ist es grundsätzlich auch möglich, die zunächst in Layern verwalteten Daten später in eine objektorientierte Struktur zu überführen.
Hinsichtlich der Standardisierung müssen, um Daten unterschiedlicher Datenproduzenten gemeinsam in einem ‘historischen Raummodell Deutschlands’ verarbeiten zu können, einige Punkte wie Digitalisierungsmaßstab und -genauigkeit, Projektion, Objektklassen und -schlüssel definiert werden. Welche Festlegungen hierzu mindestens erforderlich und praktisch umsetzbar sind, kann nur die weitere Diskussion der Datenproduzenten zeigen. Der Vorschlag der Autoren geht jedoch dahin, zunächst nur hinsichtlich zweier Punkte verbindliche Regeln vorzusehen:
- Der Entwicklung administrativer und territorialer Einheiten seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts. Kleinste Territorialeinheiten sollten dabei die Gemeinden darstellen. Maßstab, Projektion, Generalisierungsregeln und Genauigkeit sollten dabei so bestimmt werden, daß sowohl der regionale als auch der deutschlandweite Einsatz möglich ist.
- Der Dokumentation (Metadaten) und Integration individueller Erweiterungen zu den unter 1. genannten Inhalten.
Volltext
OTT, Thomas / SWIACZNY, Frank (1998): The analysis of cultural landscape change: A GIS approach for the handling of spatio-temporal data. History and Computing 10 (1-3), 37-49
Kurzfassung
The application of GIS technology offers a number of valuable and important possibilities for the analysis of the cultural landscape change. Nevertheless, there still is a wide variety of technical and methodical problems to be solved during a pilot study, which would test the methods and techniques described in the article. As the findings of this paper are of exemplary character, special attention must be paid in regard to the data sources as well as the integration of external model conceptions and the derivation of thematic layers. The thorough discussion and evaluation of these key elements is the most important requirement for the successful modeling and implementation of a GIS for the analysis of the cultural landscape change.
Volltext
https://www.euppublishing.com/doi/10.3366/hac.1998.10.1-3.37
OTT, Thomas (1997): Introductory remarks on GIS: basic principles, current issues, future developments. In: BANDILLA, W. / FAULBAUM, F. (Eds.): SoftStat ’97. Advances in Statistical Software 6, Stuttgart: Lucius u. Lucius, 207-214
LENTZ, Sebastian / OTT, Thomas (1996): GIS-gestützte Ermittlung von Wohnbauflächenpotential im Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim. Standort 20 (3), 10-17
Kurzfassung
Im Auftrag des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim wurde am Geographischen Institut der Universität Mannheim eine Studie zum Wohnflächenpotential im Verbandsgebiet durchgeführt. Ziel der Untersuchung war die Ermittlung potentieller Wohnbauflächen, die Bewertung der ermittelten Flächen hinsichtlich ihrer Integrierbarkeit in bestehende Siedlungsteile sowie der Aufbau eines fortschreibbaren Informationssystems, das der Planung als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Die wichtigsten Probleme, die gewählte methodische Vorgehensweise und wichtige Ergebnisse des Projektes werden näher vorgestellt.
Volltext
OTT, Thomas (1996): Auswertung und Analyse von Mental Maps mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems. Karlsruher Geoinformatik Report 10 (20), 2-12
Kurzfassung
Im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Freizeit- und Fremdenverkehr im Naturpark und Biosphärenreservat Pfälzer Wald erfolgte im Frühjahr und Sommer 1993 eine Befragung von Tagestouristen auf den wichtigsten Wanderparkplätzen im Naturpark Pfälzer Wald. Im Anschluß an das etwa 5 bis 10 minütige Interview, waren die Probanden aufgefordert, den Umriß des Pfälzer Waldes in eine “stumme Karte” einzuzeichnen. Die Auswertung der Befragung erfolgte mittels eines Geographischen Informationssystems (GIS), dessen Aufbau sowie die gewählten Analysemethoden dargestellt werden.
Volltext
OTT, Thomas (1994): Geographic Information Systems in Regional Research: Regional Disparities and Urban System in Europe. In: FAULBAUM, F. (Ed.): Softstat ´93. Advances in Statistical Software, Stuttgart / Jena / New York: Lucius u. Lucius, 359-365
Kurzfassung
The paper gives an overview of the basic principles and applications of Geographic Information Systems. As an example the analysis of regional disparities in the European Community is presented.
Volltext
OTT, Thomas (1993): GIS in der Anthropogeographie. Regionale Disparitäten und Städtesystem in Europa. Materialien zur Geographie 22, Mannheim: Geographisches Institut
Kurzfassung
Mit den Begriffen “GIS” und “regionale Disparitäten” beinhaltet der Titel der vorliegenden Arbeit zwei Reizworte der geographischen Diskussion. Während Geographische Informationssysteme in Nordamerika und vielen europäischen Staaten längst als wichtige Methode in die geographische Forschung und Lehre Eingang gefunden haben, ist ihr Einsatz in der deutschen Geographie umstritten. Zugleich distanzieren sich viele “Nichtgeographen” von den geographischen Wurzeln der GIS-Technologie, was sich beispielsweise in der verkürzten Bezeichnung “Geo-Informationssysteme” äußert. Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen liegt das Einsatzfeld Geographischer Informationssysteme bislang im Bereich der Physischen Geographie bzw. der Geoökologie.
Mit dem Start des Binnenmarkts am 1. Januar 1993 hat die europäische Integration eine neue Stufe erreicht. Die Städte und Regionen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft befinden sich dabei in einem intensiven Standortwettbewerb um die Ansiedlung zukunftsorientierter Unternehmen. Gleichzeitig haben die politischen Umwälzungen in Osteuropa zum Wiederaufbrechen überwunden geglaubter politischer Spannungen geführt. Beide Vorgänge haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun, bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, daß in beiden Fällen regionale Disparitäten eine wesentliche Rolle spielen. Regionalistische Bestrebungen (z.B. Spaltung der CSFR, Wahlerfolge der “Lega Lombarda” in Italien) haben meist wirtschaftliche Hintergründe, d.h. sie sind Ausdruck eines regionalen Entwicklungsgefälles. Ebenso wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Regionen im Standortwettbewerb im wesentlichen durch die Ressourcenausstattung und Wirtschaftsstruktur bestimmt.
Die vorliegende Arbeit verfolgt daher zwei Ziele:
- Die Einsatzmöglichkeiten Geographischer Informationssysteme zur Bearbeitung anthropogeographischer Fragestellungen sollen exemplarisch aufgezeigt werden.
- Die regionalen Disparitäten innerhalb Europas bzw. der Europäischen Gemeinschaft sowie die möglichen Ursachen und Folgen sollen beschrieben und analysiert werden.
Der eigentlichen Arbeit vorangestellt ist ein Überblick über die grundlegenden Prinzipien und Arbeitsweisen Geographischer Informationssysteme (Kapitel 2). Zentrales Thema ist dabei das Spannungsverhältnis von GIS und Geographie. Einerseits liefert die Geographie wichtige theoretische Grundlagen zur GIS-Technologie, andererseits bereichern Geographische Informationssysteme das methodische Spektrum der Geographie.
In Kapitel 3 werden die theoretischen Grundlagen der Analyse regionaler Disparitäten dargestellt. Neben einer Übersicht der wichtigsten regionalen Entwicklungstheorien, nimmt die Frage der Auswahl geeigneter Entwicklungsindikatoren breiten Raum ein. Es folgt eine Beschreibung des Aufbaus des Geographischen Informationssystems EU-REGIS, das als Grundlage der vorliegenden Untersuchung diente. Zudem werden die verwendeten Datenquellen, die räumliche Bezugsebene der Daten und die ausgewählten Indikatoren kritisch diskutiert. Die Rahmenbedingungen der räumlichen Entwicklung in Europa sind Gegenstand der Betrachtungen im vierten Kapitel. Neben den wichtigsten ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungstrends, werden die wirtschaftlichen und räumlichen Folgen des europäischen Einigungsprozesses erörtert. Der fünfte Abschnitt beschäftigt sich mit bevölkerungsgeographischen Fragestellungen. Dabei stehen Fragen der Bevölkerungsverteilung bzw. Bevölkerungsdichte sowie das europäische Städtesystem und die Frage nach der Attraktivität und den Problemen der Verdichtungsräume im Vordergrund. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt in Kapitel 6, das sich mit den wirtschaftlichen Entwicklungsunterschieden und den dafür verantwortlichen Prozessen und Strukturen befaßt. Nach einer Analyse der wirtschaftlichen Leistungskraft der Regionen erfolgt eine sektorale Betrachtung, wobei der Versuch unternommen wird, die Regionen der EG nach dem vorherrschenden Wirtschaftssektor zu typisieren. Ein wichtiger Indikator wirtschaftlicher Anpassungs- und Strukturprobleme ist die Arbeitslosigkeit, deren regionale Schwankungen ebenfalls beleuchtet werden sollen. Abschließend werden mit den Themenkomplexen “Infrastruktur” und “Technologiepolitik” zwei zentrale Engpaßfaktoren der Regionalentwicklung diskutiert. Kapitel 7 beschäftigt sich mit den Lebensbedingungen der Bevölkerung in den europäischen Regionen. Anhand ausgewählter Indikatoren zum Lebensstandard, zur medizinischen Versorgung und zur Umweltbelastung werden Fragen der Lebensqualität thematisiert. Im achten Kapitel wird der Versuch unternommen, einen möglichen Zusammenhang zwischen Naturraumpotential und wirtschaftlichem Entwicklungsstand der Regionen nachzuweisen. Die Kapitel 9 und 10 runden mit einer Betrachtung der europäischen Raumordnungs- und Regionalpolitik bzw. den möglichen Folgen zukünftiger EG-Erweiterungen die Arbeit ab. In der Schlußbetrachtung (Kapitel 11) werden die gewonnenen Erkenntnisse in einer Synthese zusammengefaßt. In einem Fazit aus methodischer Sicht sollen abschließend die Vor- und Nachteile des GIS-Einsatzes gegenübergestellt und bewertet werden. Der Arbeit angefügt sind zwei Tabellen mit den wichtigsten Kennziffern der europäischen Regionen und Agglomerationen.
Volltext
Kurzbeschreibung
Zentrales Ziel des Projektes war die nachhaltigkeitsorientierte Schließung von Stoffkreisläufen in der Wirtschaftsregion Rhein-Neckar unter ökonomischen Bedingungen. Dazu wurden zum einen firmen- und stoffspezifische Detailuntersuchungen durchgeführt, zum anderen aber auch Kommunikationsnetzwerke und EDV-Instrumente entwickelt. Zur Visualisierung und Analyse von Stoff- und Verkehrsströmen im Untersuchungsgebiet wurde ein Geographisches Informationssystem aufgebaut, das den Wirtschaftsraum Rhein-Neckar in seiner räumlichen Dimension EDV-technisch erfasst sowie die Raumüberwindungskosten sichtbar und berechenbar macht.
Auftraggeber und Bearbeitungszeitraum
Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderinitiative Modellprojekte für Nachhaltiges Wirtschaften, 01/1999-12/2001
Weitere Informationen
Projektveröffentlichungen
- Informationssysteme für Öko-Industrie-Cluster, Fallstudie Industriegebiet Mödling
- First Report of the Journey to Korea related to the KITECH EIP-Project for the Banwol-Sihwa Industiral Area
- Nachhaltigkeitsorientierte Stoffstrommanagementsysteme
- Stoffstrommanagement Rhein-Neckar
- The Industrial Region as a Promising Unit for Eco-industrial Development – Reflections, Practical Experience and the Establishment of Innovative Instruments to Support Industrial Ecology
- AGUM Abfallmanager Handbuch
- Instruments for the promotion of a sustainability oriented management of waste by inter-industrial coordination within an industrial region
- GIS-basierte Optimierung zwischenbetrieblicher Stoffströme im Rhein-Neckar-Raum
- Gestaltung und Vernetzung EDV-technischer Systembausteine für das zwischenbetriebliche Stoffstrommanagement
- Aufbau und Gestaltung regionaler Stoffstrommanagementnetzwerke
- The Industrial Region as a Promising Unit for Eco-industrial Development





