OTT, Thomas / SWIACZNY, Frank (2001): Neuere Perspektiven zum Thema Migration – Integration – Minderheiten im Spiegel von Internetquellen. BiB-Mitteilungen/Informationen aus dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung 22 (2), 20-26

Kurzfassung

Das Internet bietet mittlerweile eine kaum mehr überschaubare Informationsvielfalt. Gerade zum Themenbereich Migration, Integration und Minderheiten existieren zahlreiche interessante Internetdienste, die von internationalen oder staatlichen Institutionen sowie von Nichtregierungsorganisationen und Forschungseinrichtungen bereit gestellt werden. Sie offerieren auf ihren Internetseiten neben allgemeinen Informationen zu Aufgaben und Zielen häufig weitere wertvolle kostenlose inhaltliche Angebote wie Publikationen und Forschungsberichte im Volltext, Literaturdatenbanken, Statistiken, Newsletter-Dienste und vieles andere mehr.
In den letzten Jahren haben sich die benutzerfreundlichen Internetseiten nach dem html-Standard bei Angeboten für das breite Publikum allgemein durchgesetzt und auch bei der Publikation von wissenschaftlichen Inhalten spielen WWW-Seiten aufgrund ihrer preiswerten Verfügbarkeit und großen Aktualität heute eine wichtige Rolle. Vor allem im Bereich der Forschung behalten aber auch andere, seit längerem etablierte Internetdienste wie bspw. Newsgroups ihre Berechtigung, die der fachinternen Kommunikation dienen. Daneben existieren auch noch E-mail basierte Newsletter-Dienste mit denen beliebige Informationen an spezifische Nutzergruppen verbreitet werden können. Für die sachliche Erschließung der jeweiligen Informationsinhalte kommen, je nach Medium, verschiedene Suchstrategien und Hilfsmittel in Frage, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen, bevor Internetquellen zu Migration, Integration und Minderheiten im Einzelnen kurz vorgestellt werden. Abschließend werden noch zwei interaktive Angebote zum Thema erläutert, die die Perspektiven künftiger Informationsangebote im WWW aufzeigen.

Volltext

OTT, Thomas (2000): Angleichung, nachholende Modernisierung oder eigener Weg? Beiträge der Modernisierungstheorie zur Transformationsforschung. Europa Regional 8 (3-4), 20-27

Kurzfassung

Thema und Gegenstand der Modernisierungstheorie sind die globalen Prozesse, in deren Verlauf sich in den letzten zweihundert Jahren die “modernen” Gesellschaften der westlichen Welt herausgebildet haben. Die Modernisierungstheoretiker deuteten die Transformation als nachholende Revolution, in deren Folge die Versäumnisse der letzten 45 Jahre aufgeholt würden. Insbesondere in Bezug auf die DDR handelt es sich um einen Modernisierungsprozess, bei dem die Ziele durch das Institutionengefüge der Bundesrepublik bereits fest vorgegeben waren. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass die DDR einen spezifischen Typus der Industriegesellschaft mit eigenen sozialen Strukturen verkörperte. Es kann also schon deshalb nicht nur um eine rein “nachholende Modernisierung” gehen, weil auch die DDR zusammen mit den anderen sozialistischen Staaten spezifische Modernisierungsschritte unternahm.

Mit dem Auftreten der sozialen und ökonomischen Verwerfungen in den Transformationsstaaten geriet der wiederbelebte Modernisierungsansatz erneut in die Kritik. Die Anhänger der Modernisierungstheorie sahen sich konfrontiert mit einer Reihe von Anomalien: anstelle eines einholenden Aufschwungs erleben wir einen schwerwiegenden ökonomischen Niedergang sowie ethnisch und religiös motivierte Abgrenzung und Zersplitterung. Die Schwierigkeiten und Konflikte im Verlauf der Transformation sind jedoch nur bedingt berechtigte Einwände gegen die Modernisierungstheorie. Sieht man von der Frühphase der Theoriebildung ab, wurden solche “breakdowns of modernization” vorausgesehen und prognostiziert.

Volltext

OTT, Thomas (1998): Erfurts Stadtbild ändert sich – Schüler lernen die Landeshauptstadt auf spielerischem Wege kennen. Zeitschrift für den Erdkundeunterricht 50 (1), 30-34

Kurzfassung

Erfurt, die Landeshauptstadt Thüringens, zählt mit ihren 210.468 Einwohnern (1995) zu jenen Städten, die in der Folge der deutschen Wiedervereinigung neue administrative und ökonomische Funktionen gewinnen und damit ihre Stellung im Städtesystem verbessern konnten. Der Wandel von der „sozialistischen“ zur „kapitalistischen“ Stadt vollzieht sich als längerfristiger Prozeß, dessen räum-liche Konsequenzen in der Physiognomie des Stadtbildes und dem funktionalen Gefüge der Stadt sichtbar werden. Innerhalb der Stadt stehen sich dabei Be-reiche mit hoher Entwicklungsdynamik und solche mit eher persistenten Strukturen gegenüber. Parallel zu den baulichen Veränderungen ist auch ein sozio-demographischer Wandel in den einzelnen Stadt-teilen und Wohnquartieren erkennbar. Ziel des im vorliegenden Beitrag dargebotenen Spieles ist es daher, die Schüler auf spielerische Weise mit dem Wandel der Stadt in der Folge der Transformation vom Sozialismus zur Marktwirtschaft und von der Diktatur zur Demokratie vertraut zu machen und zu Diskussionen, in die ggf. die eigenen Erfahrungen mit einfließen sollen, anzuregen.

Volltext

SWIACZNY, Frank / OTT, Thomas (1998): Das Problem der Modellierung Historischer Prozesse mit Geographischen Informationssystemen. Historical Social Research / Historische Sozialforschung 24 (1), 75-100

Kurzfassung

Im vorliegenden Beitrag wurde ein praxisorientierter Ansatz präsentiert, der es ermöglicht, unabhängig von der eingesetzten Software, ein historisches GIS in einem Layermodell zu realisieren. Dabei wurde der Schwerpunkt der Ausführungen auf die Nutzung historischer Statistiken und die hierfür erforderlichen Grundkarten der administrativen und territorialen Gliederung gelegt. Der Grad der Automatisierung bei der Erfassung der Geodaten läßt sich dabei beliebig dem Umfang und der Komplexität der abzubildenden Prozesse sowie dem zur Verfügung stehenden Projektbudget anpassen. Sofern das eingesetzte GIS über eine offene Schnittstelle für Geodaten verfügt, ist es grundsätzlich auch möglich, die zunächst in Layern verwalteten Daten später in eine objektorientierte Struktur zu überführen.

Hinsichtlich der Standardisierung müssen, um Daten unterschiedlicher Datenproduzenten gemeinsam in einem ‘historischen Raummodell Deutschlands’ verarbeiten zu können, einige Punkte wie Digitalisierungsmaßstab und -genauigkeit, Projektion, Objektklassen und -schlüssel definiert werden. Welche Festlegungen hierzu mindestens erforderlich und praktisch umsetzbar sind, kann nur die weitere Diskussion der Datenproduzenten zeigen. Der Vorschlag der Autoren geht jedoch dahin, zunächst nur hinsichtlich zweier Punkte verbindliche Regeln vorzusehen:

  1. Der Entwicklung administrativer und territorialer Einheiten seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts. Kleinste Territorialeinheiten sollten dabei die Gemeinden darstellen. Maßstab, Projektion, Generalisierungsregeln und Genauigkeit sollten dabei so bestimmt werden, daß sowohl der regionale als auch der deutschlandweite Einsatz möglich ist.
  2. Der Dokumentation (Metadaten) und Integration individueller Erweiterungen zu den unter 1. genannten Inhalten.

Volltext

OTT, Thomas / SWIACZNY, Frank (1998): The analysis of cultural landscape change: A GIS approach for the handling of spatio-temporal data. History and Computing 10 (1-3), 37-49

Kurzfassung

The application of GIS technology offers a number of valuable and important possibilities for the analysis of the cultural landscape change. Nevertheless, there still is a wide variety of technical and methodical problems to be solved during a pilot study, which would test the methods and techniques described in the article. As the findings of this paper are of exemplary character, special attention must be paid in regard to the data sources as well as the integration of external model conceptions and the derivation of thematic layers. The thorough discussion and evaluation of these key elements is the most important requirement for the successful modeling and implementation of a GIS for the analysis of the cultural landscape change.

Volltext

https://www.euppublishing.com/doi/10.3366/hac.1998.10.1-3.37

OTT, Thomas (1997): Zur Theorie der postsozialistischen Transformation in Ostdeutschland auf städtischer Ebene. Geographische Zeitschrift 85 (4), 213-230

Kurzfassung

Although many researchers turned their attention to the transition states of Central and Eastern Eu-rope after the dramatic changes of the late 1980s, a comprehensive theoretical framework for the analysis of the transition process and its spatial impact is still missing. Urban development in gen-eral can be described as incessant structural change, depending on the economic, social, cultural and political conditions. Therefore the Theory of Regulation offers a theoretical background, as it allows to define the initial conditions before and the target conditions after the transition as well as the necessary steps of adaptation. The adaptation process itself is subject to a number of theoretical ap-proaches, both from the economic and social sciences. The most favored Theory of Modernization implies a ”catch-up modernization” of the transitional societies, which also includes a spatial adapta-tion to Western examples. On the large scale level the rent gap approach, initially applied to gentrifi-cation processes, offers a suitable explanation for the spatial development of transitional urban areas.

Volltext

https://www.jstor.org/stable/27818787?seq=1#page_scan_tab_contents

LENTZ, Sebastian / OTT, Thomas (1996): GIS-gestützte Ermittlung von Wohnbauflächenpotential im Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim. Standort 20 (3), 10-17

Kurzfassung

Im Auftrag des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim wurde am Geographischen Institut der Universität Mannheim eine Studie zum Wohnflächenpotential im Verbandsgebiet durchgeführt. Ziel der Untersuchung war die Ermittlung potentieller Wohnbauflächen, die Bewertung der ermittelten Flächen hinsichtlich ihrer Integrierbarkeit in bestehende Siedlungsteile sowie der Aufbau eines fortschreibbaren Informationssystems, das der Planung als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Die wichtigsten Probleme, die gewählte methodische Vorgehensweise und wichtige Ergebnisse des Projektes werden näher vorgestellt.

Volltext

OTT, Thomas (1996): Auswertung und Analyse von Mental Maps mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems. Karlsruher Geoinformatik Report 10 (20), 2-12

Kurzfassung

Im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Freizeit- und Fremdenverkehr im Naturpark und Biosphärenreservat Pfälzer Wald erfolgte im Frühjahr und Sommer 1993 eine Befragung von Tagestouristen auf den wichtigsten Wanderparkplätzen im Naturpark Pfälzer Wald. Im Anschluß an das etwa 5 bis 10 minütige Interview, waren die Probanden aufgefordert, den Umriß des Pfälzer Waldes in eine “stumme Karte” einzuzeichnen. Die Auswertung der Befragung erfolgte mittels eines Geographischen Informationssystems (GIS), dessen Aufbau sowie die gewählten Analysemethoden dargestellt werden.

Volltext