Schlagwortarchiv für: Stoffstrommanagement

 

Kurzbeschreibung

Zentrales Ziel des Projektes war die nachhaltigkeitsorientierte Schließung von Stoffkreisläufen in der Wirtschaftsregion Rhein-Neckar unter ökonomischen Bedingungen. Dazu wurden zum einen firmen- und stoffspezifische Detailuntersuchungen durchgeführt, zum anderen aber auch Kommunikationsnetzwerke und EDV-Instrumente entwickelt. Zur Visualisierung und Analyse von Stoff- und Verkehrsströmen im Untersuchungsgebiet wurde ein Geographisches Informationssystem aufgebaut, das den Wirtschaftsraum Rhein-Neckar in seiner räumlichen Dimension EDV-technisch erfasst sowie die Raumüberwindungskosten sichtbar und berechenbar macht.

Auftraggeber und Bearbeitungszeitraum

Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderinitiative Modellprojekte für Nachhaltiges Wirtschaften, 01/1999-12/2001

Weitere Informationen

Projektveröffentlichungen

Kurzbeschreibung

Die BASF betreibt auf einer Halbinsel südlich von Speyer eine Deponie für Bauschutt und Betriebsabfälle. Über die Auswertung historischer Transport- und Wiegedokumente sowie die Auswertung von Plänen und Luftbildern entstand ein kartographisches Auskunftssystem, mit dessen Hilfe sich der zeitliche Ablauf der Befüllung abfragen läßt.

Auftraggeber und Bearbeitungszeitraum

BASF AG, 01/1988-03/1988

Karte

 

STERR, Thomas / OTT, Thomas (2004): The Industrial Region as a Promising Unit for Eco-industrial Development – Reflections, Practical Experience and the Establishment of Innovative Instruments to Support Industrial Ecology. Journal of Cleaner Production 12 (8-10), 947-965

Kurzfassung

Eco-industrial developments with a special focus on material cycles are usually concentrated on the level of the industrial estate. However, the results of completed and ongoing research projects in Germany’s Rhine-Neckar region indicate that larger territorial units may be more suitable for closing material loops and creating sustainable EIPs. In the first part of this article, the authors argue that the industrial region is indeed the most promising level for sustainable development, but that this larger size also presents some new obstacles and challenges: establishing the necessary trust and coordination between actors, homogenizing and collecting data to enable comparisons within and between firms, and minimizing the transaction costs ensuing in the search for appropriate partners by creating transparency. The second part then presents the authors’ practical solutions and IT-tools, which were developed to support a shift towards eco-industrial development on the basis of positive synergy effects for industrial actors. Through these ecologically oriented instruments important prerequisites are fulfilled in order to stimulate an evolutionary shift towards industrial ecology.

Volltext

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0959652604000836

Kurzbeschreibung

Das Projekt – gefördert vom bmbf und begleitet vom Projektträger DLR – der Universität Heidelberg mit ihren deutschen Kooperationspartnern, der Universität Mannheim und der IUWA GmbH, war Teil eines internationalen Projektes im Rahmen des Impulsprogramms Nachhaltig Wirtschaften der „Fabrik der Zukunft“, welches die Österreichische FFG im Auftrag des bmvit koordinierte.

Die Leitung des Projektkonsortiums lag beim österreichischen „Institut für Industrielle Ökologie“ mit den wissenschaftlichen Projektpartnern, Institut für Innovations- und Umweltmanagement der Universität Graz und Umwelt Management Austria sowie den betrieblichen Praxispartner, die im Bezirk Mödling bei Wien angesiedelt sind.

Ziel des Gesamtvorhabens war die Entwicklung eines Informationssystems, mit dem in einer ausgewählten Modellregion, hier dem niederösterreichischen Bezirk Mödling nahe Wien mit seinen 1.100 Betrieben und 39.000 Beschäftigten, eine Verminderung von Umweltbelastungen (Abfällen und Emissionen, Ressourcenverbrauch) durch die Nutzung von Synergien aus der Vernetzung von Unternehmen, sowie speziell durch die Einbindung von Abfallstoffen in Produktionskreisläufe erzielt werden kann.

Die zentralen Fragestellungen des Projektes standen im Zusammenhang mit der Suche nach tragfähigen Konzepten zur Förderung eines ressourcenschonenderen Umgangs mit Materialien. Ein ganz wesentlicher Schlüssel hierzu wird dabei allgemein in der industriellen Kreislaufwirtschaft gesehen, die beim Produktdesign sowie bei der Rückführung nicht bzw. nicht mehr erwünschter Materialien in den Produktionsprozess zwei ganz zentrale Schwachpunkte besitzt. Das Projekt fokussierte auf die letztgenannte Schwachstelle und versuchte, über den Aufbau eines sachgerecht ausgestalteten regionalen Informationssystems Verbesserungspotenziale sichtbar zu machen und informationelle Barrieren abzubauen. Neben den Kommunikationsinstrumenten, hier stehen die Bildung von Vertrauensnetzwerken bzw. Netzwerkforen im Vordergrund, spielen standardisierte Informations- und Informationsaustauschinstrumente (problemadäquate Softwaretools) eine wesentliche Rolle. Die Abfallmanagement-Software IUWA Abfallmanager und IUWA Abfallanalyser der IUWA GmbH stellen hierbei die Grundlage zur Erfassung wesentlicher unerwünschter Outputströme der einzelnen Betriebe dar und wurden deshalb an das österreichische Kontextmilieu adaptiert und weiterentwickelt.

Projektveröffentlichungen

  • WINDSPERGER, Andreas / WINDSPERGER, Brigitte / TUSCHL, Richard / BOLENA, Elisabeth / KALTEIS, Carina / STREBEL, Heinz / VORBACH, Stefan / PERL, Elke / SUPPAN, Alice / NIEMETZ, Nora / CHRISTIAN, Reinhold / FEICHTINGER, Ralph / BÄUERL, Susanne / STERR, Thomas / KRAUSE, Werner / OTT, Thomas (2009): Informationssysteme für Öko-Industrie-Cluster, Fallstudie Industriegebiet Mödling. Wien: Schriftenreihe des Instituts für Unternehmungsführung und Organisation der TU Graz 05/2009.

Kurzbeschreibung

Der IUWA Abfallmanager ermöglicht es allen Unternehmen, den gesetzlichen Verpflichtungen zur Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten und -bilanzen auf einfache Weise nachzukommen. Über die im IUWA Abfallmanager enthaltenen Auswertungsfunktionen können (nahezu) beliebige mengen- wie kostenrelevante Bilanzierungen der Abfallströme eines Unternehmens vorgenommen werden. Das Programm erfasst hierfür alle relevanten Stammdaten der Firma und nimmt die laufenden Verbuchungen von anfallenden Abfällen vor. Am Jahresende (oder zu jedem gewünschten Zeitpunkt) erstellt die Software gesetzlich vorgeschriebene Nachweise sowie vielfältige statistische Auswertungen.

Der IUWA Abfallmanager wurde im Rahmen eines vierjährigen BMBF-Projektes entwickelt (“Nachhaltigkeitsorientierte Stoffstrommanagementsysteme – Ansätze zur systemadäquaten Ausgestaltung einer industriellen Stoffkreislaufwirtschaft zwischen innerbetrieblichem Stoffstromcontrolling und überregionalem Handlungsrahmen”; Laufzeit 2002-2006). Das Projekt zielte auf eine möglichst engräumige und gleichzeitig hochwertige Stoffkreislaufschließung im regionalen Rahmen. Im Projektverbund waren neben dem Institut für Umweltwirtschaftsanalysen Heidelberg (IUWA) e.V. sowie den Universitäten Mannheim und Heidelberg mehrere kleine und mittelständische Industriebetriebe aus dem Rhein-Neckar-Raum und der Region Ulm beteiligt.

Über die beschriebenen Vorteile der Software auf der betrieblichen Ebene hinaus ermöglicht die offene Architektur des IUWA Abfallmanagers ein firmenübergreifendes Pooling und Benchmarking der firmenindividuellen Abfalldaten, wodurch geeignete Output-Input-Verknüpfungen unter den Projektmitgliedern aufgezeigt werden können. Für Stoffe, die nicht im Projektverbund recycelt werden, können auf Basis der Benchmarks die besten Entsorgungskonditionen ermittelt werden.

In mehreren Nachfolgeprojekten wurde die Software internationalisiert und im Rahmen der Auslagerung an die IUWA GmbH weiterentwickelt. Neben der Anpassung an die spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen für Österreich und China wurde die Benutzeroberfläche komplett von der Datenschicht getrennt. Es stehen Sprachversionen für Deutsch, Englisch, Französisch und Mandarin zur Verfügung.

Projektveröffentlichungen

Weiterführende Links

Kurzbeschreibung

Was übersetzt man “Schlämme aus der betriebseigenen Abwasserbehandlung, die gefährliche Stoffe enthalten” ins Englische? Was heißt “Flugasche aus emulgierten, als Brennstoffe verwendeten Kohlenwasserstoffen” auf Französisch? Kennen Sie die spanische Übersetzung von “Krätzen und Abschaum, die entzündlich sind oder in Kontakt mit Wasser entzündliche Gase in gefährlicher Menge abgeben”?

Der “IUWA Multilingualer Abfallkatalog” enthält das komplette Europäische Abfallverzeichnis in den Amtssprachen der EU (Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch), alle mehr als 900 Abfallstoffbezeichnungen in einer übersichtlichen Tabelle.

Das Glossar ist in drei Versionen erhältlich: als PDF-Dokument, als bearbeitbare EXCEL-Tabelle und als Datenbankanwendung mit erweiterten Such- und Übersetzungsfunktionen.